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Hleb: «Jeder von denen kann das Spiel entscheiden»

Stuttgart (dpa) - 22.02.2010, 13:17 Uhr

Alexander Hleb erläuft in einem Bundesliga-Spiel den Ball.
Alexander Hleb erläuft in einem Bundesliga-Spiel den Ball.

Fußball-Profi Alexander Hleb trifft mit dem VfB Stuttgart im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League auf seinen alten Club FC Barcelona. Der 28 Jahre alte weißrussische Tempodribbler hatte sich beim katalanischen Spitzenverein nicht durchsetzen können.

Auf Leihbasis kehrte er deshalb nach nur einem Jahr für eine Saison zu den Schwaben zurück. Beim Bundesligisten hatte sich Hleb zwischen 2000 und 2005 zu einem Top-Spieler entwickelt, so dass ihn der FC Arsenal verpflichtete.

Was ist das für ein Gefühl, in der Champions League gegen den FC Barcelona zu spielen?

Hleb: «Ganz ehrlich: Das ist der einzige Gegner, auf den ich nicht treffen wollte. Barcelona ist die stärkste Mannschaft der Welt. Die spielen super Fußball. Ich weiß das, weil ich da ja selbst gespielt habe. Es ist toll für die Fans, aber schlecht im Hinblick auf unser Ziel, eine Runde weiter zu kommen.»

Wie hoch schätzen Sie die Chancen des VfB ein, gegen Barcelona zu bestehen?


Hleb: «Nur ganz klein, vielleicht 10:90. Vielleicht haben wir mit Glück und einer außergewöhnlichen Leistung, wie damals mit Felix Magath gegen Manchester United, eine kleine Chance. Wir wollen natürlich Barcelona schlagen und schaffen das vielleicht zu Hause auch. Aber dann im Rückspiel im Nou Camp....»

Wie muss der VfB Stuttgart am Dienstag im Heimspiel auftreten, um gegen dieses Starensemble eine Chance zu haben?

Hleb: «Wir dürfen keine Fehler machen, die Kommunikation muss stimmen. Wir dürfen keine Angst haben, den Ball zu haben. Wir müssen aggressiv und kompakt spielen. Vielleicht unterschätzen sie uns ja ein bisschen.»

Was sind Barcelonas Stärken?

Hleb: «Jeder von denen kann das Spiel entscheiden. Alle sind äußerst dribbelstark. Barcelona spielt einen tollen Kombinationsfußball - manchmal ist das einfach unglaublich. Lionel Messi ist technisch der beste Spieler der Welt. Trainer Josep Guardiola ist ein großer Taktiker. Er redet viel mit den Spielern und sorgt für eine gute Stimmung.»

Sie haben sich in Barcelona nicht richtig durchsetzen können. Wie schätzen Sie ihre Chancen ein, nach Ablauf des Leihgeschäfts wieder zurückkehren zu können - oder bleiben Sie beim VfB?

Hleb: «Ich weiß nicht, was passiert. Das ist eine schwere Entscheidung. Ich habe beim FC Barcelona noch einen Vertrag bis 2012. Aber jetzt will ich erst einmal mit dem VfB in der Bundesliga in die Top 5 oder 6. Ich habe auf jeden Fall zwei Top-Vereine in der Hinterhand.»

Interview: Elmar Dreher, dpa

[VfB Stuttgart]: Mercedesstraße 109, 70372 Stuttgart

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