FC Bayern droht Zitterpartie: Nur 2:1 gegen Florenz
München (dpa) - 17.02.2010, 23:02 Uhr
Münchens Ribery (l) und der Florentiner Marchionni (M) kämpfen um den Ball.
Der Siegeszug geht weiter, aber dem FC Bayern München droht in der Champions League trotzdem eine Zitterpartie. Zwar feierte der deutsche Fußball-Rekordmeister zum Auftakt der K.o.- Runde beim 2:1 (1:0) gegen den AC Florenz seinen 13. Pflichtspiel-Erfolg in Serie. Doch das unnötige Gegentor könnte den Bayern im Achtelfinal-Rückspiel am 9. März zum Verhängnis werden. Vor 66 000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz-Arena trafen Arjen Robben (45.+3 Minute/Foulelfmeter) und Miroslav Klose (89.) für die favorisierten Münchner, deren Siegtor allerdings aus Abseitsposition fiel. Per Krøldrup (50.) schaffte das nicht einmal unverdiente zwischenzeitliche 1:1 für den Tabellen-Elften der Serie A, der die Partie nach einer Roten Karte gegen Massimo Gobbi (73.) zu zehnt beendete. Ein 1:0 würde Florenz im Rückspiel reichen. «Wir müssen froh sein, dass wir noch 2:1 gewonnen haben. Für uns ist das eine ordentliche Ausgangsposition. Wir sind immer für ein Tor gut - auch auswärts», befand Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. Siegtorschütze Klose gab zu, dass er Glück hatte, dass Schiedsrichter Ovrebo (Norwegen) die entscheidende Szene nicht abpfiff. «Ich habe die Bilder noch nicht gesehen, aber vom Gefühl her habe ich im Abseits gestanden.»
Im Beisein von UEFA-Chef Michel Platini und Bundestrainer Joachim Löw agierten die in Bestbesetzung angetretenen Bayern wie schon in den vorherigen Spielen in der Defensive äußerst nachlässig. So kamen die in ihrer Liga seit fünf Partien sieglosen Italiener nach einem Missverständnis zwischen Daniel van Buyten und Keeper Hans-Jörg Butt zur ersten guten Einschussmöglichkeit, doch Alberto Gilardino (10.) konnte von dem Fehler nicht profitieren. Sechs Minuten später stand der Stürmer dann plötzlich frei, kam aber ins Straucheln. Die Bayern, die nach ihren Erfolgserlebnissen im Dutzend vor Selbstbewusstsein eigentlich hätten strotzen müssen, präsentierten sich weiter ungewohnt hektisch. Chancen der Gastgeber, bei denen die erneut mit Robben und Franck Ribéry besetzte Kreativ-Zentrale von der geschickt stehenden AC-Defensive bis dahin gut abgeschirmt wurde, waren Mangelware. Mario Gomez (13.) scheiterte an Torhüter Sebastién Frey, der sein Können auch bei einem satten Ribéry-Linksschuss bewies (22). Als sich beide Teams schon auf die Pause eingestellt hatten, stieg Florenz' Däne Krøldrup in der Nachspielzeit Ribéry ungestüm auf die Füße - Robben verwandelte den fälligen Elfmeter sicher. |