VfB-Gegner FC Barcelona: Meister aller «Klassen»
Nyon (dpa) - 18.12.2009, 14:05 Uhr
Leo Messi mit der Auszeichnung «Europas Fußballer des Jahres».
In Titelverteidiger FC Barcelona trifft der VfB Stuttgart im Achtelfinale der Fußball-Champions-League auf die derzeit erfolgreichste Mannschaft der Welt. Seinem Trainer Josep Guardiola ist es in seiner ersten Saison 2008/2009 gelungen, mit dem Team um «Europas Fußballer des Jahres» Lionel Messi neben dem Sieg in der europäischen Königsklasse spanischer Meister und Pokalsieger zu werden sowie den nationalen und kontinentalen Supercup zu gewinnen. Zudem stehen die Katalanen in Abu Dhabi im Finale der Club-WM gegen Estudiantes de la Plata aus Argentinien. Nur so war es Stürmer Pedro möglich, als erster Spieler der Welt innerhalb eines Jahres Tore in sechs verschiedenen Wettbewerben zu erzielen. Doch «Barca» steht neben dem Erfolg auch für die Schönheit des Fußballs. Wie es sich anfühlt, Kurzpässen und Kombinationswirbel des Tabellenführers der Primera Division zu begegnen, musste in der vergangenen Spielzeit Bayern München erfahren. Im Viertelfinal- Hinspiel der Champions League ging der deutsche Rekordmeister mit 0:4 im Stadion Camp Nou unter. Dies leitete maßgeblich den Rauswurf von Bayern-Coach Jürgen Klinsmann ein. Auch der VfB war in der Vorrunde 2007/2008 bei seinen zwei Niederlagen (0:2/1:3) chancenlos.
Die Qualität des «Futbol Club Barcelona» lässt sich auch an Alexander Hleb ablesen. Nachdem der VfB den Mittelfeldspieler im Sommer für ein Jahr ausgeliehen hatte, wurde der Weißrusse in Stuttgart wie ein Heilsbringer empfangen. In Barcelona war er nach seinem Wechsel vom FC Arsenal jedoch meist nur Ersatz gewesen. Es ist schwer, neben dem argentinischen Turbodribbler Messi weitere Spieler herauszuheben, ohne anderen Unrecht anzutun. Herausragend sind in jedem Fall auch die spanischen Europameister Xavi und Andrés Iniesta im Mittelfeld. Sie stammen wie Messi aus der eigenen Jugend. Denn der FC steht neben Millionentransfers wie Torjäger Zlatan Ibrahimovic auch für eine exzellente Nachwuchsarbeit mit dem Internat «La Masia». Trotz aller Erfolge: Auch der dreimalige Champions-League-Sieger ist nicht unverwundbar. Zwar gewann Barcelona kürzlich in der Liga den «Clásico» gegen den Erzrivalen Real Madrid mit 1:0, doch in der Vorrunde der Champions League holte die Elf gegen den russischen Meister Rubin Kasan in zwei Spielen nur einen Punkt und qualifizierte sich erst am letzten Spieltag für die K.o.-Runde.
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