Stuttgart im Achtelfinale: «Fantastischer Beginn»
Stuttgart (dpa) - 09.12.2009, 23:04 Uhr
Der überragende Khedira (M) jubelt mit Stuttgarts Torschützen Pogrebnyak (l) und Marica.
Mit einem historischen Blitzstart hat der krisengeschüttelte VfB Stuttgart mit einem 3:1 (3:0)- Sieg gegen Unirea Urziceni souverän das Achtelfinale der Champions League erreicht und seinem neuen Trainer Christian Gross einen traumhaften Einstand beschert. Durch den überlegenen Erfolg glückte dem schwäbischen Bundesligisten vier Tage nach den Fan-Ausschreitungen beim 1:1 gegen den VfL Bochum schneller als erwartet die Versöhnung mit den Anhängern. «Wir haben den Gegner mit unserem dominanten Auftritt unter Druck setzen können. Die ersten 20, 25 Minuten waren sehr gut. Ich hoffe, dass wir den Schwung mitnehmen können in die Bundesliga», sagte Gross, merkte aber an: «Zum Schluss hat mir einiges nicht gefallen.» Beim Debüt des Babbel-Nachfolger sorgten Ciprian Marica (5.), Christian Träsch (8.) und Pavel Pogrebnyak (11.) binnen sechs Minuten für den ersten Saison-Heimspielsieg der Stuttgarter in der europäischen Königsklasse. Kurz nach dem Wechsel traf der Portugiese Semedo (47.) für Urziceni, doch die Gäste aus Rumänien kamen vor 37 000 Zuschauern zum Glück für den VfB nicht noch näher heran.
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«Das war ein fantastischer Beginn. Das ist manchmal so im Fußball, wenn ein neuer Impuls kommt, in diesem Fall durch den Trainer, dann passieren Dinge, die man vorher nicht für möglich gehalten hätte. Wir gehören jetzt zu den besten 16 Mannschaften Europas und wollen das nun auch in der Bundesliga zeigen», sagte VfB-Torhüter Jens Lehmann, der mit seiner harten Kritik am Vorstand für großen Wirbel gesorgt hatte. Nur drei Tage nach der umstrittenen Trennung von Teamchef Markus Babbel gelang den Schwaben der ersehnte Befreiungsschlag. Der zuletzt ebenfalls stark in die Kritik geratene Sportdirektor Horst Heldt bekam von den wie ausgewechselt agierenden Fußball-Profis das wohl schönste Geschenk zu seinem 40. Geburtstag. Als Gruppen-Zweiter hinter dem FC Sevilla überwintert der VfB neben Rekordmeister FC Bayern München in der höchst lukrativen Champions League. «Es gibt manchmal im Fußball keine Erklärung», sagte der frühere VfB-Star Hansi Müller. |