Kam das Spiel Ihrer Idealvorstellung des FC Bayern nahe? Van Gaal: «Ach, ich denke, dass wir viele Male auf diese Weise gespielt haben. Aber wir haben das Tor nicht geschossen. Das habe ich viele Male sagen müssen und das war ein bisschen langweilig. Jetzt machen wir die Tore, und das ist wichtig. Wir waren dominant und haben auch die Tore geschossen - das ist der Unterschied.» Welche Auswirkungen erwarten Sie auf die kommenden Spiele? Ihr Kapitän Mark van Bommel hat gesagt, Bochum wird schwerer als Turin. Van Gaal: «Das sehe ich auch so. Warum? Weil der Fokus des Spielers einfacher war gegen einen Gegner wie Juventus und auf ein Endspiel. Bochum am Samstag ist kein Endspiel. Wenn wir verlieren, können wir trotzdem noch Meister werden. Dann ist Fokussieren schwieriger.» Es warten ziemliche Brocken im Achtelfinale. Haben Sie einen Wunschgegner? Van Gaal: «Ich will gewinnen. Die Gegner sind sehr stark, aber okay.» Glauben Sie, dass dieses Spiel einen besonderen Stellenwert in dieser Saison haben wird. War es vielleicht ein Urknall? Van Gaal: «Jedes Spiel ist ein Schritt in unserem Prozess. Das Spiel war ein großer Schritt.» Der Sieg war auch für Sie eine Befreiung. Wird man auch mal einen euphorischen Louis van Gaal erleben, oder passiert das erst nach einem Titelgewinn in der Champions League? Van Gaal: «Man wird mich am Tag nach einem Spiel nie in Euphorie sehen. Ich bin in Euphorie, wenn wir das Tor machen. Da bin ich sehr euphorisch. Ich weiß, dass Fußball nicht immer ehrlich ist. Aber bei einem Tor bin ich immer sehr euphorisch, das konnten sie auch in Turin sehen. Aber als Trainer muss ich auch analysieren und observieren, da passt nicht Euphorie, sondern Aufmerksamkeit.» Aber dieser Sieg wird Ihnen das Arbeiten erleichtern, oder? Van Gaal: «Ja, ich muss sagen, dass ich mich immer mit den Spielern beschäftige. Und das Verhältnis mit meinen Spielern ist immer gut gewesen. Das war nicht so ein Problem für mich, sondern mehr für die Spieler, wenn sie ausgepfiffen wurden in der Allianz Arena. Das ist nicht gut, das ist Druck für die Spieler. Ich kann mir vorstellen, dass das im kommenden Spiel gegen Hertha anders sein wird.» Aufgezeichnet von Klaus Bergmann, dpa
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