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Wolfsburger trauern nach dem Champions-League-Aus

Wolfsburg (dpa) - 09.12.2009, 09:23 Uhr

Die Wolfsburger Marcel Schäfer, Andrea Barzagli und Josue (v.l.) nach Spielende.
Die Wolfsburger Marcel Schäfer, Andrea Barzagli und Josue (v.l.) nach Spielende.

Die Wolfsburger schlichen vom Platz. Traurig und müde gingen die Profis des deutschen Meisters in die Kabine, nachdem sie den Sprung ins Achtelfinale der Champions League verpasst hatten.

Mit 1:3 verlor der deutsche Fußball-Meister gegen das personell geschwächte Star-Ensemble von Manchester United, obwohl er das bessere Team stellte. Entscheidend war die gnadenlose Effektivität der Briten. Drei Chancen erspielte sich der englische Meister, dreimal traf er durch Nationalstürmer Michael Owen (44./83./90.+1 Minute). Die Wolfsburger waren überlegen und besaßen mehr Einschussmöglichkeiten, schafften jedoch nur den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Dzeko (56.).

«Dass sie einfach eiskalt die Chancen genutzt haben, das war der Unterschied», sagte VfL-Trainer Armin Veh. «Im Moment steht das Glück nicht auf unserer Seite, aber wir geben nicht auf. Es wird sich irgendwann drehen, soviel Pech kann man nicht immer haben», ergänzte der Coach. Er ärgerte sich darüber, dass Schiedsrichter Kuipers Bjorn seinem Team einen klaren Elfmeter verweigerte, als Michael Carrick den VfL-Profi Makoto Hasebe in der 13. Minute im Strafraum foulte.

Den Wolfsburgern bleibt nun nur die Teilnahme in der Europa League. Als Dritter der Tabelle kam der VfL auf sieben Zähler und liegt nach den sechs Partien der Vorrunde hinter ManU (13 Punkte) und ZSKA Moskau (10), aber vor Besiktas Istanbul.

«Sie hatten Druck, wir mussten Geduld haben», analysierte Manchesters Trainer Alex Ferguson und lobte die Wolfsburger: «Sie hatten zwei Kopfbälle, wenn sie in Führung gehen, haben wir ein Problem. Das ist eine starke Mannschaft, es war ein bisschen unglücklich für sie.»

Die Wolfsburger zeigten vor 26 490 Zuschauern in der ausverkauften Wolfsburger Arena eine offensivstarke Leistung. Doch Dzeko alleine im Sturm konnte es nicht richten. Sein Partner Grafite, in der Vorsaison der beste Torjäger der Fußball-Bundesliga, war wieder einmal ein Totalausfall. Beim englischen Champion, der auf Stars wie Wayne Rooney und Ryan Giggs verzichten musste, waren Abstimmungsprobleme erkennbar. Doch Manu lauerte auf Konter und wurde durch Owen belohnt.


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