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Gegen Bayern beißt Buffon die Zähne zusammen

Turin (dpa) - 07.12.2009, 11:55 Uhr

Gianluigi Buffon will auch nach dem Spiel gegen Bayern Grund zum Jubeln haben.
Gianluigi Buffon will auch nach dem Spiel gegen Bayern Grund zum Jubeln haben.

Gegen Bayern München beißt Gianluigi Buffon noch ein letztes Mal die Zähne zusammen. Trotz der Schmerzen im Knie lässt sich Juventus Turins Star-Torhüter das «Endspiel» um den Einzug ins Achtelfinale nicht nehmen.

Beruhigend für Juve, bitter für die Münchner. Zwischen der nächsten Runde und den zum Sieg verdammten Bayern steht so kein Geringerer als der beste Torwart der Welt.

Die Bayern aus der europäischen Königsklasse zu werfen ist Buffons letzte Mission in diesem Jahr. Mit seinen berühmten Glanzparaden will er die Münchner zur Verzweiflung treiben, bevor er sich dann fürs Erste verabschiedet: «Nach dem Bayern-Spiel werde ich mich am Mittwoch am Meniskus operieren lassen», sagte Buffon.

Der Eingriff ist längst überfällig. Seit Wochen macht ihm der Außenmeniskus des linken Knies zu schaffen. «Bei gewissen Bewegungen spüre ich einen Schmerz», gab Buffon zu. 30 bis 40 Tage wird er ausfallen. Während dieser Auszeit will «Gigi» aber weiter von seinem ersten Champions-League-Titel träumen können.

Hält der Weltmeister von 2006 seinen Kasten sauber, sind die Bayern draußen und Juve weiter. Und der 31-Jährige zweifelt nicht im geringsten daran, dass die Turiner nach dem enorm wichtigen 2:1-Sieg im Liga-Spitzenspiel gegen Tabellenführer Inter Mailand auch die Bayern knacken werden. «Jetzt sind wir wieder das echte Juve», betonen Buffon und seine Mitspieler immer wieder.


Nach dem Comeback in der Serie A strotzt das Team von Trainer Ciro Ferrara nur so vor Selbstbewusstsein. Der nach zwei Niederlagen in Folge angeschlagene Rekordmeister hat pünktlich vor dem Showdown mit den Bayern seinen Teamgeist und seine Kampfkraft wiedergefunden. «Ein Unentschieden reicht uns gegen Bayern nicht», betont Mittelfeldspieler Claudio Marchisio, der den Siegtreffer gegen Meister Inter erzielte. Der Ex-Bremer Diego, der nach einer zweimonatigen Verletzungspause wieder erstarkte Kapitän Alessandro Del Piero und David Trezeguet sollen die zur Offensive gezwungenen Bayern auskontern.

Sehr zur Erleichterung von Buffon will Juve nicht mauern. An sich zweifelt der Keeper nicht, die Abwehr vor ihm aber macht ihm Sorgen. Immer wieder klaffen in der Viererkette der Turiner gefährliche Lücken. Da fällt es selbst dem mit 54,1 Millionen Euro Ablösesumme teuersten Keeper der Welt schwer, zu Null zu spielen.

Wie Trainer Ferrara wünscht sich deshalb auch Buffon ein frühes Tor gegen die Münchner, damit Franz Beckenbauer am Ende nicht doch noch recht behält. «Bayern wird 1:0 gewinnen. Allerdings erst mit einem Tor in der 89. Spielminute. So hat Juve keine Zeit mehr auszugleichen», tippte Bayern Münchens Ehrenpräsident am Montag.

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