FC Bayern erleichtert - Olic: Ende der Pech-Serie
26.11.2009, 11:52 Uhr
Die Münchner Danijel Pranjic (l) und Torschütze Ivica Olic freuen sich über das Tor zum 1:0.
München (dpa) - Nach dem Erfolg des FC Bayern München gegen Maccabi Haifa und der Schützenhilfe aus Bordeaux konnten Uli Hoeneß und Louis van Gaal erst einmal durchatmen. Hoeneß blieb kurz vor seinem Wechsel vom Manager-Stuhl auf den Präsidenten-Thron die Schmach eines vorzeitigen Ausscheidens in der Fußball-Champions-League erspart - und für van Gaal federte das 1:0 (0:0) über den israelischen Meister die stärker gewordene Kritik etwas ab. «Ich hoffe, dass wir mal ein paar Wochen ohne Trainerdiskussion auskommen. Dann haben wir noch die Wahl am Freitag und dann können wir uns mal wieder auf die Spiele konzentrieren», sagte Hoeneß. Die Tür in das Achtelfinale von Europas Königsklasse schien für die Münchner vor dem dritten Heimspiel schon fast verschlossen, doch nun ist sie dank des 2:0 der Franzosen gegen Juventus Turin und des goldenen Tores von Ivica Olic wieder offen. «Die Chancen aufs Weiterkommen stehen Fünfzig zu Fünfzig. Ich denke, dass wir in Turin auch unsere Chancen bekommen. Ich hoffe, dass wir das Tor dort schnell schießen», sagte van Gaal mit Blick auf das Gruppen-Endspiel am 8. Dezember bei Juventus Turin.
Ausgerechnet in der Heimat von Luca Toni fällt die Entscheidung über den Einzug in die K.o.-Runde. Ob der italienische Weltmeisterstürmer und sein niederländischer Coach bis dahin wieder zueinander finden, ist mehr als fraglich. «Die Entschuldigung steht noch aus. Wenn das passiert, denke ich, dass es noch eine Chance gibt zwischen ihm und Louis van Gaal», formulierte Hoeneß seine Hoffnung. Erst einmal wurde Toni für seine neuerliche öffentliche Kritik vor der Partie gegen Haifa zur Kasse gebeten: 25 000 Euro muss er für seine Undiszipliniertheiten in den vergangenen Wochen zahlen. Zwar lobte van Gaal den erneut nicht überzeugenden Auftritt seiner Truppe als eine sehr gute Leistung, aber von den Erwartungen sind die Münchner noch meilenweit entfernt. «Sicherlich ist noch ein bisschen Verunsicherung da, aber ich glaube, dass wir heute das Glück erkämpft haben», sagte Mario Gomez, der sich vor dem Olic-Treffer in der 62. Minute entscheidend in Szene setzte. Der Torschütze selbst hofft gar auf die Wende einer bislang nicht zufriedenstellenden Bayern-Saison. «Wir haben gewonnen und die schwarze Serie hinter uns gelassen», sagte der kroatische Nationalstürmer.
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