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«Wölfe» verpassen vorzeitiges Weiterkommen

Moskau (dpa) - 25.11.2009, 21:25 Uhr

Wolfsburgs Tormann Diego Benaglio (l) kann den Ball des Moskauer Tomas Necid nicht halten.
Wolfsburgs Tormann Diego Benaglio (l) kann den Ball des Moskauer Tomas Necid nicht halten.

Zwei Abwehrfehler haben den VfL Wolfsburg die vorzeitige Qualifikation für das Achtelfinale der Champions League gekostet. Trotz der frühen Führung durch Edin Dzeko (19. Minute) verlor der deutsche Fußball-Meister mit 1:2 (1:0) bei ZSKA Moskau.

Wolfsburg muss nun im letzten Spiel gegen den englischen Champion Manchester United am 8. Dezember um den Einzug in die K.o.-Runde der Königsklasse perfekt machen. Tomas Necid (58.) und Milos Krasic (66.) bestraften vor 16 000 Zuschauern im Luschniki-Stadion Unkonzentriertheiten der Wolfsburger Deckung mit zwei Treffern und erhielten den Russen die Chance auf ein Weiterkommen.

«Wir haben heute eine Riesenchance verpasst, den Sack zuzumachen. Wir haben in der ersten Halbzeit alles im Griff gehabt. Das 1:1 hätte nie passieren dürfen. Wir waren zu passiv und haben zu wenig Nadelstiche nach vorne gesetzt», bemängelte VfL-Trainer Armin Veh den Auftritt seiner Elf. «Wir haben uns zu sicher gefühlt. Wir hätten hier mehr mitnehmen können», schloss sich Zvjezdan Misimovic der Kritik an.

Zuletzt gab es für den VfL Gegentore in Hülle und Fülle, und auch in der russischen Hauptstadt erwies sich die Abwehr im entscheidenden Moment als nicht sattelfest. Eine Halbzeit lang arbeitete die ganze Mannschaft vorbildlich nach hinten, ließen in der Innenverteidigung Ricardo Costa und Alexander Madlung kaum etwas zu. Was dennoch aufs Tor kam, wurde eine Beute von Diego Benaglio. Seine größte Tat vollbrachte der Wolfsburger Schlussmann in der 39. Minute, als er einen Schuss von Alexej Beresutski aus kürzester Distanz meisterte.

Doch als die Gastgeber nach Wiederbeginn Tempo und Druck erhöhten, war es um die «Wölfe» geschehen. Dabei hätte bereits ein Unentschieden gereicht, um vorzeitig den größten Erfolg der Vereinsgeschichte perfekt zu machen.


Im Angriff fiel der Ausfall des gesperrten Grafite nicht ins Gewicht. Der im Hinspiel gegen ZSKA dreimal erfolgreiche Brasilianer wurde beim Toreschießen von Dzeko vertreten, der seine Ladehemmung nach sechs torlosen Bundesliga-Spielen beendete. Die Russen wurden stets gefährlich, wenn Krasic zu seinen schnellen Dribblings auf der rechten Seite ansetzte. Meist waren mehrere VfL-Abwehrspieler nötig, um den blonden Flitzer zu stoppen.

Nach verteiltem Beginn hatten die rund 200 mitgereisten VfL-Anhänger erstmals Grund zum Jubeln. Nach präzisem Zuspiel von Obafemi Martins reagierte Dzeko schneller als die ZSKA-Abwehr und schlenzte den Ball an Nationaltorhüter Igor Akinfejew vorbei in die lange Ecke. Die Führung gab dem Spiel der «Wölfe» weitere Sicherheit. Das mögliche 2:0 vergab Misimovic (32.), der den Ball nach Pass von Dzeko aus vollem Lauf über das Tor der Russen jagte.

Im zweiten Durchgang wurde der Druck auf das Wolfsburger Tor stärker, doch zunächst hielt die Deckung den Angriffen noch stand. Wiederum Benaglio war bei einem Schuss von Pavel Mamajew (54.) auf dem Posten. Nichts ausrichten konnte der Schweizer Nationalkeeper indes in der 58. Minute, als Ricardo Costa Necid ungehindert köpfen ließ. Das Veh-Team fand immer seltener Gelegenheit zur Entlastung und kassierte wenig später den zweiten Treffer. Als niemand in der VfL- Defensive Krasic angriff, jagte der Serbe die Kugel aus gut 25 Metern zum 2:1 im Wolfsburger Tor.

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