Stuttgarts Befreiungsschlag: 2:0 in Glasgow
Glasgow (dpa) - 24.11.2009, 23:08 Uhr
Der Stuttgarter Rudy (r) erzielt das Tor zum 1:0 - Rangers Torwart McGregor liegt am Boden.
Mit dem ersehnten Befreiungsschlag hat der krisengeschüttelte VfB Stuttgart seine Chancen auf den Verbleib in der Champions League gewahrt. Das hochverdiente 2:0 (1:0) nach einer starken Vorstellung beim schottischen Rekordmeister Glasgow Rangers war nicht nur der erste Sieg des Bundesligisten in der Gruppe G, sondern auch eine vorläufige Jobgarantie für Teamchef Markus Babbel. Nach zehn Pflichtspielen ohne Erfolg durften die in der Bundesliga auf einen Relegationsplatz abgestürzten Schwaben vor allem dank Sebastian Rudy jubeln. Der 19-Jährige brachte die Gäste im Ibrox-Park in der 16. Minute in Führung. Nach der Pause gab er auch noch die Flanke zum 2:0 durch Zdravko Kuzmanovic (59.). «Das lag nicht allein an mir. Das war eine klasse Mannschaftsleistung. Jeder hat für jeden gekämpft», wehrte Rudy jedes Lob ab. Bei seinem Teamchef überwog nach dem ersten Auswärtssieg in der Champions League seit sechs Jahren vor allem die Erleichterung: «Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Von der ersten Minute waren wir hellwach. Es freut mich für die Jungs, dass sie sich heute endlich einmal belohnt haben», sagte Babbel. «Es ist schön, dass wir wissen, dass wir im Europapokal bleiben.»
Denn durch den Coup in Glasgow haben seine Spieler auf jeden Fall die Teilnahme 2010 an der Europa League sicher. Doch sie wollen mehr: Die Stuttgarter können am 9. Dezember mit einem Sieg gegen Unirea Urziceni noch den zweiten Platz in der Gruppe und das Achtelfinale erreichen. «Wir wollten das Endspiel. Jetzt haben wir es, und jetzt hoffen wir auf die Zuschauerunterstützung», sagte Babbel. Die Rumänen setzten sich überraschend mit 1:0 gegen den bereits für die K.o.- Runde qualifizierten FC Sevilla durch und ist hinter den Spaniern (10 Punkte) mit acht Zählern Zweiter vor Stuttgart (6). Glasgow (2) ist ausgeschieden. Die erste Halbzeit der Stuttgarter in Glasgow war eine Kopie ihrer letzten Auftritte. Sie begannen stark, attackierten früh, kombinierten und erarbeiteten sich schnell ein Übergewicht im Mittelfeld. Die Rangers, die ihre Heimspiele gegen Sevilla und Unirea Urziceni jeweils mit 1:4 verloren hatten, agierten defensiv. |