Kuzmanovic bekämpft VfB-Krise - «Habe keine Angst»
Glasgow (dpa) - 24.11.2009, 13:02 Uhr
Stuttgarts Zdravko Kuzmanovic freut sich über seinen Treffer gegen Berlin.
Kein Spieler verkörpert die Hoffnung auf bessere Zeiten beim VfB Stuttgart momentan mehr als Zdravko Kuzmanovic. «Wir sind in einer schwierigen Situation, aber ich will mit dieser Situation umgehen, ich will da raus», sagt der 22-Jährige. Auf dem Platz rennt und rackert er, grätscht und foult, müht sich um Struktur um Mittelfeld und sorgt zudem für wichtige Tore wie zuletzt mit seinen Ausgleichstreffern in Sevilla und gegen Berlin. Kuzmanovic marschiert voran. Und wenn es trotzdem nicht reichte, ließ sich der im August aus Florenz zum VfB gewechselte Profi nicht verunsichern. Anders als Kapitän Thomas Hitzlsperger und die meisten anderen Teamkollegen strahlte Kuzmanovic selbst nach dem schwachen 1:1 gegen Bundesliga-Schlusslicht Hertha BSC Berlin Zuversicht aus. Als sich die meisten VfB-Profis schon mit meist kleinlauten Erklärungsversuchen hinter die verdunkelten Scheiben des Mannschaftsbusses verzogen hatten, stellte sich der in der Schweiz geborene Serbe voller Selbstbewusstsein den bohrenden Fragen.
«Ich bin keiner, der Angst vor dem Fußballspielen hat. Ich bin stolz auf das, was ich mache, und ich will alles für den Verein geben», erklärte Kuzmanovic und betonte mit Blick auf die Champions-League-Partie Spiel bei den Glasgow Rangers: «Es ist normal, dass wir jetzt Druck haben, aber wir müssen trotzdem den Kopf frei behalten und mit Freude spielen. Denn wenn man jetzt zu viel nachdenkt, kann alles noch viel mehr schiefgehen.» Dieser Umgang mit der beängstigenden sportlichen Talfahrt der in der Liga bis auf den Relegationsplatz abgerutschten Schwaben hat auch bei seinem Trainer Eindruck gemacht. «Zdravko ist ein Spielertyp, den man sich wünscht», schwärmt Markus Babbel. «Er lebt diesen absoluten Siegeswillen vor. Er geht weite Wege, macht wenig Fehler im Spielaufbau, kann Tore machen und ist auf dem Platz aggressiv.» |