Giganten zittern: Barça und Liverpool droht Aus
Barcelona (dpa) - 23.11.2009, 11:48 Uhr
Josep Guardiola steht mit dem Titelverteidiger bereits mit dem Rücken zur Wand.
Die Fußball-Giganten zittern: Titelverteidiger FC Barcelona und der FC Liverpool dürfen sich in der Champions League keinen weiteren Ausrutscher mehr leisten. Gegen den ebenso unter Druck stehenden italienischen Meister Inter Mailand stehen die Vorzeichen für Barça im Spitzenspiel der Gruppe F aber alles andere als günstig. Im Fernduell mit den großen Außenseitern Rubin Kasan (5 Punkte) und Dynamo Kiew (4) zählt für die Katalanen (5) jeder Punkt. Inters (6) Tabellenführung könnte sich allerdings im Vierkampf um zwei Achtelfinalplätze auch noch als trügerisch erweisen. In der spanischen Liga reichte es für Barça nur zu einem mageren 1:1 bei Athletic Bilbao, die Tabellenführung übernahm Erzrivale Real Madrid. Die Stürmerstars Lionel Messi und Zlatan Ibrahimovic leiden an Muskelverletzungen. Die Defensivkräfte Eric Abidal und Touré Yaya sind an Schweinegrippe erkrankt. «Einen Titel gewinnt man nicht mit drei oder vier Spielern. Wir treten mit den Profis an, die fit sind», machte Trainer Josep Guardiola seiner Elf Mut.
Für den FC Liverpool ist die Lage vor der Reise nach Ungarn noch düsterer. Nur ein Sieg gegen den noch punktlosen VSC Debrecen hält die Chancen der «Reds» in der Gruppe E am Leben. Die Konkurrenz von Olympique Lyon (10 Punkt) und AC Florenz (9) ist enteilt. Gewinnen die Italiener gegen die Franzosen, ist der Champions-League-Sieger von 2005 in jedem Fall schon in der Vorrunde gescheitert. Zu allem Überfluss fehlt weiterhin Torjäger Fernando Torres wegen eines Leistenproblems. «Es hat keinen Sinn, Torres mit nach Ungarn zu nehmen», sagte Liverpool-Trainer Rafael Benitez, dessen Elf in der englischen Meisterschaft abgeschlagen auf Rang sieben liegt und zuletzt gegen Manchester City nur ein 2:2 schaffte. Auch Flügelspieler Ryan Babel, der sich eine Knöchelverletzung zuzog, dürfte gegen Debrecen fehlen. Dagegen ist Daniel Aggers, der nach einer Gesichtsverletzung im Stadion an der Anfield Road mit fünf Stichen genäht werden musste, einsatzbereit. |