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Babbel von Achtelfinaleinzug des VfB überzeugt

Sevilla (dpa) - 05.11.2009, 10:37 Uhr

Kuzmanovic (l) vom VfB freut sich mit Trainer Babbel über seinen Treffer zum 1:1.
Kuzmanovic (l) vom VfB freut sich mit Trainer Babbel über seinen Treffer zum 1:1.

Nach dem Kraftakt beim FC Sevilla rechnet Markus Babbel in der Champions League fest mit dem Achtelfinaleinzug des VfB Stuttgart. «Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass wir es schaffen», versicherte der Teamchef des Fußball-Bundesligisten.

Dank des nach einer Leistungsexplosion in der zweiten Halbzeit völlig verdienten 1:1 (0:1) beim spanischen Spitzenclub haben es die Schwaben nun selbst in der Hand, sich mit zwei Siegen in Glasgow und zu Hause gegen Urziceni für die nächste Runde zu qualifizieren.

Die Stuttgarter ließen sich in der ersten Halbzeit vom haushohen Favoriten faktisch ohne Gegenwehr regelrecht vorführen. Der zurecht aufgebrachte Babbel sprach von «einer Katastrophe». Seine Mannschaft habe «ängstlich, ohne Mumm und nur passiv agiert und sich unheimlich viele Fehlpässe» erlaubt. Die sich wehrlos ihrem Schicksal ergebenden Schwaben verdankten es in erster Linie Torhüter Jens Lehmann, zur Pause nur 0:1 durch einen Treffer von FC-Kapitän Jesús Navas (14. Minute) nach glänzender Kombination zurückzuliegen.

«Die erste Halbzeit war nicht VfB-würdig», kritisierte Babbel seine Profis schonungslos. Für den Bayern war der erschreckend schwache Auftritt seiner Schützlinge aber selbst ein Rätsel: «Dass sich ein Großteil der Mannschaft vor Angst in die Hosen gemacht hat, ist mir unerklärlich.» Sportdirektor Horst Heldt schimpfte: «So ängstlich kann man nicht agieren.» Der VfB habe Glück gehabt, nur ein Tor kassiert zu haben.

Babbels lautstarke kurze Kabinenpredigt und die Auswechslung der beiden Schwachstellen Khalid Boulahrouz und Roberto Hilbert zeigten die erhoffte Wirkung. Der VfB agierte wie verwandelt und dominierte nun das Geschehen weitgehend. Die zusätzliche Auswechslung des ebenfalls äußerst schwachen Kapitäns Thomas Hitzlsperger nach gut einer Stunde brachte dem VfB einen weiteren positiven Impuls.


Zdravko Kuzmanovic sorgte mit seinem strammen, von Julian Schieber noch leicht abgefälschtem Schuss aus 20 Metern schließlich für den verdienten Ausgleich (79.). Zuvor hatten der eingewechselte Sebastian Rudy (53.), der den Ball aus Nahdistanz über die Latte spitzelte, und der unermüdlich rackernde Pawel Pogrebnjak mit einem Lattentreffer (54.) Pech. Das mögliche 2:1 vergab Schieber (83.).

Angesichts der gewaltigen Steigerung nach dem Seitenwechsel und der guten Chancen sagte Lehmann: «Ich bin sauer und unzufrieden, dass wir nicht gewonnen haben.» Babbel war hingegen nach der kaum noch zu erwartenden Reaktion «stolz auf meine Jungs».

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