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Bayern geschockt - Van Gaal: «Kleine Chance»

München (dpa) - 04.11.2009, 11:57 Uhr

Bayerns Badstuber liegt auf dem Rasen, während Marouane Chamakh (r) über das 2:0 jubelt.
Bayerns Badstuber liegt auf dem Rasen, während Marouane Chamakh (r) über das 2:0 jubelt.

Beim FC Bayern München ist die Stimmung nach der Heimniederlage gegen Girondins Bordeaux und dem drohenden K.o. in der Champions League an einem Tiefpunkt angelangt. Vorstandschef Rummenigge und Manager Hoeneß verließen nach dem 0:2 (0:1) geschockt und schweigend die Allianz Arena

Der sichtlich angeschlagene Trainer Louis van Gaal konnte nach dem schwersten Rückschlag in seiner noch kurzen Amtszeit beim deutschen Fußball-Rekordmeister lediglich Durchhalteparolen verkünden. «Wir sind noch nicht ausgeschieden, wir haben noch eine kleine Chance», sagte der Niederländer, aber auch er weiß: «Wir sind abhängig von Bordeaux.»

Aus eigener Kraft können die Bayern (4 Punkte) nicht mehr den Einzug in das Achtelfinale schaffen, sondern nur wenn Konkurrent Juventus Turin (8) am nächsten Spieltag der Gruppe A nicht bei dem schon qualifizierten französischen Meister (10) gewinnt. Dann könnte es zum Abschluss der Vorrunde am 8. Dezember doch noch zu einem Endspiel für die Münchner in Turin kommen. «Die Hoffnung ist da, aber es ist schwer, dran zu glauben», meinte Nationalspieler Philipp Lahm.

Yoann Gourcuff (37. Minute) und Marouane Charmakh (89.) hatten vor 66 000 Zuschauern mit ihren Toren für das Münchner Debakel gesorgt. «Wir waren nicht glücklich, wir waren aber auch nicht gut», kommentierte van Gaal. Die Bayern hatten zwar ein Chancen-Plus, beklagten zudem einen nicht gegebenen Handelfmeter, agierten aber insbesondere vor der Pause erschreckend schwach. «In der zweiten Halbzeit mussten wir ein Tor machen», haderte Kapitän van Bommel.

Einmal mehr zeigte sich, dass ohne den verletzten Top-Star Franck Ribéry und den nach seiner Knie-Operation nur eingewechselten Arjen Robben die Bayern gerade in der Offensive extreme Probleme haben. «Wir wissen, dass Kreativität fehlt, wenn Ribéry und Robben fehlen. Momentan sind wir nicht in der Lage, den französischen Meister auszuspielen», kommentierte van Gaal. «Wir müssen ruhig bleiben», mahnte dennoch Robben. Denn das erst zweite Vorrunden-Aus der Bayern nach der Negativ-Premiere 2002 ist noch nicht besiegelt. «Wenn wir gegen Haifa und in Turin gewinnen, haben wir zehn Punkte», benannte van Bommel seine Rettungsformel: «Aber es wird schwierig.»


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