Bordeaux will Bayern den Todesstoß versetzen
München (dpa) - 02.11.2009, 18:11 Uhr
Marc Planus (r) setzt sich im Hinspiel in einem Zweikampf gegen Miroslav Klose.
Girondins Bordeaux will Bayern München in der Champions League den Todesstoß versetzen. «Wir fahren nach München, um zu gewinnen», tönte Girondins-Profi Matthieu Chalmé in einem Radiointerview vor der Abreise zum Gastspiel des französischen Fußball-Meisters in der Allianz Arena. Auch Abwehrkollege Marc Planus zeigte sich optimistisch. «Die Bayern stehen mit dem Rücken zur Wand und müssen gewinnen, aber wir wollen die Überraschung schaffen», sagte der Mann, der im Hinspiel (2:1) in Bordeaux den Siegtreffer erzielt hatte und auch beim 1:0 im Spitzenspiel über AS Monaco der Matchwinner war. «Wir werden immer besser», meinte Planus. Nach drei Spieltagen in der Champions League führen die «Marineblauen» mit sieben Zählern die Gruppe A vor Juventus Turin (5) und den Bayern (4) an. «Jetzt ist niemand mehr überrascht von unserer Stärke», sagte Trainer Laurent Blanc vor dem Abschlusstraining in München.
Nach dem Sieg über Monaco ist man auch in der Ligue 1 mit 25 Punkten ganz oben. Bordeaux sei der «Chef» in Frankreich und «bestens gerüstet», um vorzeitig die Qualifikation für das Achtelfinale zu erreichen, befand die Sportzeitung «L'Equipe». «In München wollen wir irgendetwas holen», sagte Kapitän und Ex-Bayer Alou Diarra, der bei den Amateuren in München zwischen 2000 und 2002 nicht den Sprung zu den Profis geschafft hatte. Der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler geht mit großen Emotionen in die Partie: «Es ist schon eine große Genugtuung, hier aufzulaufen. Ich habe viel gearbeitet an mir in den letzten Jahren und bin dafür belohnt worden.» Blanc erwartet einen stürmischen Gegner. «Bayern wird uns in den ersten 20 Minuten gut durchschütteln», meinte der Coach. «Für den FC Bayern ist das Spiel wesentlich wichtiger als für uns, weil sie zu Hause spielen und hinter uns liegen.» Man werde sich aber aufgrund der eigenen guten Ausgangsposition «nicht in Sicherheit wiegen», versicherte Blanc: «Das wäre der falsche Weg.» |