Weltmeister Toni heiß auf «Tore, Tore, Tore»
München (dpa) - 19.10.2009, 16:15 Uhr
Luca Toni stand beim Spiel in Freiburg endlich wieder auf dem Platz.
Weltmeister Luca Toni ist nach seinem ersten Bundesliga-Einsatz seit vier Monaten heiß auf sein Comeback auch auf der internationalen Fußball-Bühne. «Klar, hoffe ich, nach dem Einsatz in Freiburg auch gegen Girondins Bordeaux zu spielen», erklärte der 32 Jahre alte Italiener zwei Tage vor dem Auswärtsspiel des deutschen Rekordmeisters in der Champions League am 21. Oktober beim französischen Meister. «Aber das entscheidet der Trainer», fügte Toni hinzu. Toni möchte unbedingt weitere Spielpraxis sammeln und sich mit einem guten Auftritt in der europäischen Königsklasse auch wieder für eine Rückkehr in die italienische Nationalmannschaft empfehlen. «Ich muss Tore, Tore, Tore machen, um mich wieder anzubieten», meinte er. Noch fehle ihm «ein bisschen» zu seiner früheren Stärke, räumte Toni rückblickend auf den 70-Minuten-Einsatz beim 2:1-Sieg in Freiburg ein. Zuletzt hatte der lange verletzte Angreifer im Juni beim Confederations Cup in Südafrika ein Länderspiel für Italien bestritten.
Trainer Louis van Gaal dürfte ohne den verletzten Franck Ribéry (Knie) wohl auch in Bordeaux erneut auf ein 4-4-2-System mit zwei Stürmern zurückgreifen. Zumal auch ein Comeback von Arjen Robben drei Wochen nach einer Knie-Operation weiter ungewiss ist. «Wenn Franck und Arjen ausfallen, haben wir nicht die Typen für ein 4-3-3», meinte Nationalspieler Philipp Lahm noch vor dem Training. Ausfallen wird auch weiterhin Angreifer Ivica Olic wegen eines Muskelbündelrisses in der Wade. Die Systemumstellung erhöht die Chancen von Toni, wie in Freiburg erneut neben Miroslav Klose stürmen zu dürfen. Zumal Mario Gomez in einem Formtief steckt und aktuell bei van Gaal nur zweite Wahl ist. «Mario hat den Trainer nicht so überzeugt in den ersten Spielen. Und andere Stürmer bei uns haben auch internationale Top-Qualität. Es wird immer Härtefälle geben», kommentierte Lahm die Situation seines Nationalmannschafts-Kollegen. «Aber Mario hat genügend Qualität, um sich zu zeigen und in die Mannschaft zurückzukommen», meinte Lahm. |