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Bayern-Sorge um Robben - Remis teuer bezahlt?

01.10.2009, 09:16 Uhr

Mannschaftsarzt Müller-Wohlfahrt behandelt Arjen Robben (l) auf dem Platz.
Mannschaftsarzt Müller-Wohlfahrt behandelt Arjen Robben (l) auf dem Platz.

München (dpa) - Der FC Bayern München hat in der Champions League Kurs auf das Achtelfinale gehalten, den Punkt gegen Juventus Turin aber möglicherweise teuer bezahlt.

Nach dem 0:0 gegen die Italiener befürchten die Verantwortlichen des deutschen Fußball-Rekordmeisters eine schwere Verletzung von Offensivspieler Arjen Robben, der sich noch vor der Pause das rechte Knie verdreht hatte. «Wenn ein Spieler zu mir sagt, dass es schwer ist, denke ich immer, dass es schwer ist», sagte Trainer Louis van Gaal. Eine Kernspin-Untersuchung soll eine genaue Diagnose ermöglichen.

Vor den sorgenvollen Worten über den Zustand seines niederländischen Landsmannes hatte van Gaal die Leistung seines Teams gegen Juventus gelobt. «Ich denke, dass wir gegen eine Spitzenmannschaft gespielt haben, dass wir die beste erste Halbzeit gezeigt haben diese Saison. Wir haben viele hundertprozentige Chancen kreiert. Es ist sehr schade und auch enttäuschend, dass wir nicht gewonnen haben», erklärte der Trainer. Die Tabelle der Vorrunden- Gruppe A führen die Münchner mit vier Zählern punktgleich mit Girondins Bordeaux an, das gegen Maccabi Haifa 1:0 gewann.

Van Gaal ärgerte sich über den englischen Unparteiischen Howard Webb, der mit seinem Schlusspfiff mitten in einen Bayern-Konter geplatzt war. «Ich denke, dass das nicht normal ist in so einer Situation, das Spiel abzupfeifen. Aber er ist der Schiedsrichter», sagte der Coach später.

Ihren ersten Härtetest der Saison bestanden die Bayern gerade vor der Pause souverän, es fehlten allerdings Effektivität und Tore. «Heute hätten wir einen Riesenschritt machen können, das ist ärgerlich», sagte Keeper Jörg Butt. Vier Tage nach dem 0:1-Dämpfer in Hamburg unterstrich vor allem Franck Ribéry mit seiner Darbietung, dass er die Königsklasse als Bühne für seine große Show braucht. Der Franzose trickste, dribbelte und schoss wie zu besten Zeiten, doch ein Treffer wollte ihm ebenso wenig gelingen wie Thomas Müller oder Miroslav Klose, der in der Sturmmitte den Vorzug vor 30 Millionen- Euro-Stürmer Mario Gomez erhalten hatte. «In der Champions League muss man die Tore machen, da kriegt man normal nicht so viele Chancen wie wir heute hatten», ärgerte sich Nationalverteidiger Philipp Lahm.

Zufrieden verließen die Turiner die bayerische Landeshauptstadt. «Wir können zufrieden nach Hause fahren. Diesen Punkt haben wir uns erkämpft», sagte der verletzte Juve-Kicker Hasan Salihamidzic. Auch Gäste-Trainer Ciro Ferrara sieht sein Team auf Kurs Achtelfinale. «Wir wollen sehen, dass wir weiterkommen. Wir wissen, dass uns ein paar Sachen fehlen. Wir haben zwei Punkte - was fehlt, ist nicht das heutige Ergebnis», sagte er.


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