Teuer verkauft: Aber «Wölfe» verlieren bei ManU
Manchester (dpa) - 30.09.2009, 23:10 Uhr
Wolfsburgs Edin Dzeko feiert das 1:0 gegen Manchester United.
Manchester (dpa) - 1:2 verloren, aber Respekt gewonnen: Im «Theater der Träume» hat sich der VfL Wolfsburg bei seiner internationalen Reifeprüfung teuer verkauft. Beim Weltklasse-Team von Manchester United ging der deutsche Fußball-Meister sogar zunächst in Führung: Vor 74 037 Zuschauern hatte Edin Dzeko mit einem Bilderbuch-Kopfball (56.) für strahlende Gesichter bei den Gästen gesorgt, nur kurz danach gelang Manchester-Urgestein Ryan Giggs (59.) mit einem abgefälschten Freistoß aber der Ausgleich. «Es ist schade, dass mein Tor nicht gereicht hat», meinte Dzeko. Den Siegtreffer für ManU, das nach der englischen Tabellenführung nun auch die Spitze in der Gruppe B der Champions League mit 6 Punkten von den nun zweitplatzierten Niedersachsen (3) eroberte, erzielte Michael Carrick (78.) nach einem Abwehrfehler der Gäste. «Wir führen 1:0 und dann so Gegentore. Die waren zu leicht. Schade, schade», meinte Dzeko. Insgesamt habe der VfL «eine sehr gute Vorstellung» geboten in Old Trafford, befand der Torjäger aber, dem auch ManU-Coach Sir Alex Ferguson Respekt zollte: «Dzeko war schwer zu halten.»
Weder vom Dauerregen, noch von den zumindest vor der Partie lautstarken englischen Fans ließen sich die «Wölfe» erstmal irritieren. Mutig verzichtete Trainer Armin Veh auf den italienischen Weltmeister Andrea Barzagli in der Abwehr und brachte dafür erstmals von Beginn an Ricardo Costa. Und frech setzten seine Schützlinge, zu denen auch der vor einigen Wochen am Knie operierte «Sechser» Josué zählte, die taktischen Vorgaben Vehs («Wir wollen uns nicht verstecken») in den ersten Minuten um. Nicht das Starensemble um Wayne Rooney oder Rio Ferdinand führte Regie, sondern der deutsche Meister. 4. Minute: Grafite taucht im Manchester-Strafraum auf, zögert aber zu lange. 8. Minute: Grafite legt Christian Gentner auf, doch dessen viel zu schwachen Linksschuss kann Manchester Ersatz-Torhüter (Edwin van der Saar verletzt), Tomasz Kuszczak, ohne Mühe festhalten. |