«Bei Real herrscht erstmals seit langer Zeit wieder Optimismus», konstatierte das Sportblatt «Marca». Allerdings machten die Russen dem Schuster-Nachfolger den Einstand leicht. «Zenit war Juande Ramos zu Diensten», titelte «El País». Ein Torwartgeschenk verhalf Raúl zum Führungstor. Der Kapitän erzielte auch das 3:0 und ist mit insgesamt 66 Treffern nun erfolgreichster Europapokal-Torschütze. Das dritte Tor schoss Arjen Robben. Ärger könnte Manchester Uniteds Stürmer Wayne Rooney bevorstehen. Der Schütze zum 2:2-Endstand gegen Aalborg BK wird von Gegenspieler Kasper Risgard beschuldigt, ihm mit beiden Beinen auf die Brust gesprungen zu sein. Noch ist unklar, ob Schiedsrichter Laurent Duhamel (Frankreich) die Situation im Spiel gesehen hat. «Wir sind uns des Vorfalls bewusst», sagte ein Sprecher der Europäischen Fußball-Union (UEFA) und wollte weitere Untersuchungen nicht ausschließen. Dass die «kleinen Fische» (The Times) aus Dänemark, vor der Partie bereits für den UEFA-Cup qualifiziert, bei United nach dem Ausgleich von Rooney doch nicht die Sensation im «Old Trafford» schafften, steht symbolhaft für die Gruppenphase: Die Außenseiter sorgen für Farbtupfer, die Elite bleibt weitgehend unter sich. 11 der 16 qualifizierten Mannschaften entstammen den drei großen Ligen aus Spanien, England und Italien. Dabei könnte die Auslosung bereits im Achtelfinale einige große Duelle bescheren. Neben Real haben sich auch der FC Chelsea, FC Arsenal und Inter Mailand nur als Gruppenzweite qualifiziert. Arsenals Trainer Arsene Wenger grämte sich nach dem 0:2 beim FC Porto dennoch nicht, die Tabellenspitze verpasst zu haben: «Es ist egal, ob wir Erster oder Zweiter sind, weil wir uns mit jedem Gegner messen können.» Ein Optimismus, den Inter-Coach José Mourinho in gewohnter Manier noch überbieten konnte: «Die topgesetzte Mannschaft einer anderen Gruppe wird im Unglück sein. Sie muss gegen ein solch starkes Team wie Inter antreten.»
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