Schusters Real braucht CL-Sieg gegen Borissow
Hamburg (dpa) - 24.11.2008, 13:49 Uhr
Trainer Bernd Schuster (oben) braucht mit Real Madrid einen Sieg.
Mit der vorzeitigen Achtelfinal-Qualifikation in der Champions League will Bernd Schuster beim spanischen Meister Real Madrid seine Position festigen. Nachdem sich der wackelnde Trainer mit dem 1:0 über Recreativo de Huelva eine Atempause verschaffte, könnte er mit einem weiteren Erfolgserlebnis in der Fußball-Königsklasse den Kopf endgültig aus der Schlinge ziehen. Beim Gastspiel in Weißrussland gegen BATE Borissow haben die «Königlichen» den Sieg fest eingeplant. Sorgen macht sich die Mannschaft nur um das Wetter. «Real fürchtet den Schnee und die Kälte mehr als BATE», schreibt die spanische Sport-Zeitung «Marca». In Borissow werden starke Schneefälle und minus sieben Grad erwartet. In Gruppe H nimmt Real mit sechs Punkten hinter dem bereits qualifizierten Team von Juventus Turin Platz zwei vor Zenit St. Petersburg (4) ein. Die Russen haben Heimrecht gegen Juve (Anpfiff bereits um 18.30 Uhr). In Borissow muss Real gleich auf drei Stürmer verzichten: Ruud van Nistelrooy, Arjen Robben und Gonzalo Higuaín. Zudem fällt in der Abwehr erneut Fabio Cannavaro aus. Dennoch wird Christoph Metzelder wiederum nur auf der Ersatzbank sitzen. Bei einem Sieg in Weißrussland und einer Heimniederlage von St. Petersburg hätten die Madrilenen jedoch das Ticket für das Achtelfinale sicher.
Ebenfalls mit der ersten K.o.-Runde dürfen Manchester United und der FC Villarreal planen. Beide führen die Gruppe E (jeweils 8 Punkte) mit sechs Zählern Vorsprung vor Celtic Glasgow und Aalborg BK an. Im direkten Vergleich reicht beiden Spitzenmannschaften ein Remis zum Weiterkommen. Villarreal muss ohne Innenverteidiger Diego Godín und Joseba Llorente auskommen. Titelverteidiger ManU bangt um Torjäger Cristiano Ronaldo. Der 23 Jahre alte Portugiese hat sich beim 0:0 gegen Aston Villa eine Blessur am Bein zugezogen. «Um ehrlich zu sein, sieht sein Bein nicht gut aus», sagte United-Trainer Sir Alex Ferguson. Manchester Uniteds Liga-Rivale FC Arsenal fühlt sich derzeit auf der Champions-League-Bühne wohler als in der Meisterschaft. Auf europäischem Parkett Spitzenreiter (8 Punkte) vor dem FC Porto (6), in der Premier League nach zwei Niederlagen in Serie nur Fünfter. «Wir müssen jetzt hart arbeiten und nicht so viel reden», sagte Arsenal-Trainer Arsène Wenger nach der 0:3-Pleite bei Manchester City. Mit einem Sieg gegen Dynamo Kiew wäre der Einzug in das Achtelfinale der Champions League perfekt. In dieser Gruppe ist jedoch noch alles möglich. Selbst der Tabellenletzte Fenerbahce Istanbul wäre mit einem Heimsieg über den FC Porto wieder im Rennen. In der Gruppe F liefern sich Bayern München und Olympique Lyon (je 8 Punkte) ein Wettrennen um Platz eins. Während der deutsche Rekordmeister gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten Steaua Bukarest die vermutlich leichtere Aufgabe zu bewältigen hat, muss Spitzenreiter Lyon beim AC Florenz antreten. Die Italiener haben nur noch eine Chance auf das Achtelfinale, wenn sie sowohl gegen Frankreichs Meister als auch zum Abschluss gegen Bukarest gewinnen. Den Bayern hingegen reicht im vorletzten Gruppenspiel ein Remis, um der Auslosung des Achtelfinals am 19. Dezember entgegenzufiebern.
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