Messi rettet Rijkaard den Job - Inter patzt
Frankfurt/Main (dpa) - 20.09.2007, 15:51 Uhr
Lionel Messi verzückte mit seinem Spiel die Zuschauer.
Lionel Messi, Thierry Henry, Cristiano Ronaldo, Francesco Totti: Die Superstars haben der Champions League bereits am ersten Spieltag ihren Stempel aufgedrückt und den Favoriten einen erfolgreichen Start in die neue Saison der Königsklasse beschert. Besonders der Argentinier Messi zeigte beim 3:0-Erfolg des FC Barcelona gegen Olympique Lyon Zauberfußball und rettete seinem Trainer Frank Rijkaard mit einer Galavorstellung vorerst den Job. Komplett durchatmen kann der niederländische Coach aber noch nicht. Erst wenn das mit zahlreichen Stars gespickte katalanische Dreamteam auch in der Liga die Kurve kriegt, darf es sich Rijkaard auf der Barca-Bank wieder gemütlich machen. Bis dato weht dem Europameister von 1988 nach nur fünf Punkten aus drei Spielen weiter der Wind ins Gesicht. Erfolge in den nächsten beiden Heimspielen gegen den FC Sevilla und Real Saragossa sind Pflicht, soll Rijkaard nicht das gleiche Schicksal ereilen wie José Mourinho beim FC Chelsea. Der Premier-League-Club und der Portugiese hatten sich in der Nacht zum 20. September getrennt. Bei Steaua Bukarest trat Trainer Gheorghe Haghi nach der 1:2-Niederlage bei Slavia Prag zurück.
Rijkaard atmete nach dem erfolgreichen Start in die Champions League erst einmal durch: «Es war ein perfektes Spiel mit einem super Ergebnis.» Er konnte sich bei Superdribbler Messi bedanken, dass ihm Vereinspräsident Joan Laporta nicht schon in dieser Woche den Stuhl vor die Tür setzte. Der Argentinier wirbelte die Abwehr des französischen Meisters immer wieder durcheinander und provozierte zunächst ein Eigentor des Franzosen Francois Clerc, ehe er selbst zum 2:0 traf. «Messi zählt für zehn. Der Argentinier befreit Barca aus der Bedrängnis», schrieb die spanische Tageszeitung «El País». «Messi verhilft Trainer Rijkaard zu einer Atempause», ergänzte «Marca». Der 20-Jährige stellt mit seinem Tricks immer mehr den Brasilianer Ronaldinho in den Schatten. Für ihn hatten die Zuschauer bei seiner erneuten Auswechslung nur noch höhnischen Beifall übrig. Strahlen konnte dagegen der Franzose Henry. Der Angreifer feierte im vierten Pflichtspiel endlich seine Torpremiere im Trikot des Champions- League-Siegers von 2006. «Es freut mich für Thierry. Er hat sehr hart gearbeitet», sagte Rijkaard. |