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Zagreb-Keeper Koch will wieder in die Königsklasse

Zagreb (dpa) - 28.08.2007, 10:02 Uhr

Georg Koch verlässt nach dem Schlusspfiff im Hinspiel gegen Werder das Spielfeld.
Georg Koch verlässt nach dem Schlusspfiff im Hinspiel gegen Werder das Spielfeld.

Georg Koch schnuppert wieder an der Champions League. Zehn Jahre nach seinem ersten und einzigen Auftritt ist der 35 Jahre alte Torhüter guter Dinge, mit Dinamo Zagreb im Qualifikations-Rückspiel gegen Werder Bremen erneut die Königsklasse erreichen zu können.

«Ich bin sicher, dass wir es schaffen. Die Mannschaft hat das Zeug dazu», sagte die Nummer eins des kroatischen Fußball-Meisters optimistisch. Seine Zuversicht wird durch die tolle Leistung beim knappen 1:2 im Hinspiel und die Superserie in der nationalen Liga mit sechs Siegen aus sechs Spielen genährt.

Die einzige Partie in Europas Eliteklasse bestritt der streitbare Keeper 1997 im Trikot des PSV Eindhoven. Das Intermezzo in den Niederlanden war allerdings von kurzer Dauer und endete ebenso mit Missklängen (Koch: «Der Wechsel von Düsseldorf nach Eindhoven war ein Fehler. Er kam zu früh») wie manch andere Station in der langen Karriere des 1,93 Meter großen Torhüters.

Sein Profi-Debüt gab Koch am 28. November 1992 in der 2. Liga für Fortuna Düsseldorf gegen den VfL Wolfsburg. Danach stand er 378 Mal in den beiden deutschen Profiligen zwischen den Pfosten und in diesem Sommer vor einem Comeback in der Bundesliga. Aber daraus wurde nichts. Nach Querelen mit dem MSV Duisburg und dessen Chef Walter Hellmich räumte Koch im Sommer seinen Spind bei den «Zebras» trotz eines eigentlich noch bis 2009 laufenden Vertrages.

Und bekam schnell einen neuen in der kroatischen Metropole, in der Dinamo ein Stück Geschichte ist. «Dinamo ist in Kroatien so wie Bayern München in Deutschland», berichtete «Schorsch» Koch nach den ersten Eindrücken in seiner neuen Wahlheimat. Er fühlt sich dort äußerst wohl und so etwas wie der «Ziehvater» der jungen Dinamo- Garde. «Ich weiß, wie professionell sie sind. Hier entsteht etwas Großes und ich bin stolz, dabei sein zu dürfen.»

Die Stimmung im rund 40 000 Zuschauer fassenden Maksimir-Stadion muss den Vergleich mit der Atmosphäre in deutschen Arenen nicht scheuen. Im Gegenteil. «Was dort abgeht, kann man eigentlich nicht beschreiben. Man muss einfach hinfahren und es sehen. Da kommen die Fans eine Stunde vor dem Spiel ins Stadion und singen. Beim Anpfiff singen sie immer noch und nach dem Spiel geht es ewig weiter.» Wie schon in Bremen. Und da waren nur ein paar Tausend im Weserstadion.


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