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Bremer Aus würde VfB und S04 Millionen bescheren

München (dpa) - 27.08.2007, 14:19 Uhr

Werder-Coach Thomas Schaaf gibt taktische Anweisungen.
Werder-Coach Thomas Schaaf gibt taktische Anweisungen.

Ein mögliches Scheitern des SV Werder Bremen in der Champions-League-Qualifikation würde die Hanseaten mindestens zehn Millionen kosten, finanziell profitieren würden in diesem Fall dagegen die direkt qualifizierten Bundesligisten VfB Stuttgart und FC Schalke 04.

Ein Bremer Ausscheiden gegen Dinamo Zagreb (Hinspiel 2:1) würde dem deutschen Meister und dem Vizemeister nach dpa-Berechnungen automatisch Mehreinnahmen von jeweils mindestens vier Millionen Euro bescheren. Grund dafür ist das Prämiensystem der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Der Verband schüttet nicht nur Erfolgsprämien aus. Die 32 Teilnehmer dürfen sich auch auf Gelder aus dem sogenannten Markt-Pool freuen, dessen Höhe sich nach den TV-Einnahmen aus den einzelnen Ländern richtet. Dieser vermutlich wie im Vorjahr mit 35,2 Millionen Euro gefüllte deutsche Markt-Pool müsste bei einem Werder-Aus in Zagreb nur noch durch zwei statt drei Vereine geteilt werden.

Die eine Hälfte des deutschen Marktpools (17,6 Mio) wird nach dem Abschneiden in der vergangenen Bundesligasaison aufgeteilt. Bei drei deutschen Startern erhielte Stuttgart als Meister 45 Prozent (7,92 Mio), Schalke als Zweiter 35 Prozent (6,16 Mio) und Werder als Dritter 20 Prozent (3,52 Mio). Spielen aber nur Stuttgart und Schalke in der Champions League mit, erhöht sich der Anteil des Meisters auf 55 Prozent bzw. 9,68 Millionen Euro. Schalke bekäme dann 45 Prozent, das würde den Anteil auf 7,92 Millionen erhöhen.

Die übrigen 17,6 Millionen Euro im Marktpool werden je nach Abschneiden der deutschen Clubs aufgeteilt. In der vergangenen Saison kassierte Bayern München als Viertelfinal-Teilnehmer 8,01 Millionen. Bremen und der Hamburger SV, die in der Gruppenphase ausschieden, mussten sich mit jeweils 4,81 Millionen begnügen.

In der vergangenen Saison kassierte der FC Bayern in der Champions League bei drei deutschen Teilnehmern insgesamt 28,732 Millionen Euro von der UEFA. Bremen kam auf 18,469 Millionen, der HSV auf 14,327 Millionen. Spitzenverdiener war Titelgewinner AC Mailand mit 39,592 Millionen Euro.


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