Auch abgesehen von diesem Ausraster soll Kahn gegen das Doping-Reglement verstoßen haben. Demnach sind die nach einer Partie für die Dopingprobe ausgelosten Profis verpflichtet, die Kontrollstation «unmittelbar nach Spielende» aufzusuchen. Kahn soll aber erst einmal unter die Dusche gegangen sein. Kahn hatte sich für sein Fehlverhalten im Nachhinein entschuldigt. «Zum vierten Mal erwischte es von 18 möglichen Spielern ausgerechnet mich. Ich war genervt», sagte der Routinier. Nach Bekanntwerden des Urteils gegen Kahn hatten sich die Bayern-Verantwortlichen zunächst in Schweigen gehüllt und ihr weiteres Vorgehen von einer ausführlichen Prüfung der schriftlichen Urteilsbegründung abhängig gemacht. Nach Eingang des schriftlichen Urteils sei dann aber beschlossen worden, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen, hieß es am Montag. Sollten die Münchner mit ihrem Gang vor den UEFA-Berufungssenat keinen Erfolg haben, müsste Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld im ersten Prestigeduell mit dem AC Mailand gleich auf zwei Leistungsträger verzichten. Auch Antreiber Mark van Bommel darf wegen seiner Gelb- Roten Karte im Achtelfinal-Rückspiel gegen Madrid am 3. April nur zuschauen. Für Kahn würde Michael Rensing auflaufen.
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