Die von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) gegen Bayern Münchens Kapitän Oliver Kahn und Abwehrspieler Lucio erhobene Anklage hat die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters überrascht.
«Ich weiß nicht, was ihnen vorgeworfen wird. Wir müssen den Bericht abwarten, der uns noch nicht vorliegt», sagte Trainer Ottmar Hitzfeld nach dem 0:1 im Bundesligaspiel bei Eintracht Frankfurt.
Kahn und Lucio sollen bei der Doping-Probe nach dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Real Madrid «ausfällig geworden sein». Die UEFA warf ihnen vor, «grundsätzliche Regeln des guten Benehmens gebrochen zu haben». Der Fall soll am 22. März vor der Kontroll- und Disziplinarkommission der UEFA verhandelt werden.
Nach Angaben von Bayern-Pressesprecher Markus Hörwick habe der zum vierten Mal nacheinander zur Dopingkontrolle ausgeloste Kahn nach der Partie am 7. März zwei Stunden benötigt, um Urin zu lassen. Weil er dabei allein gewesen sei, wurde die Probe jedoch für nicht gültig erklärt. Kahns Reaktion auf diese Mitteilung sei genauso wenig bekannt wie ein mögliches Vergehen von Lucio, sagte Hörwick.