Lehmann-Club Arsenal mit Glück ins Achtelfinale
Leipzig (dpa) - 07.12.2006, 13:42 Uhr
FC Portos Paulo Assuincao (l) und Arsenals Fredrik Ljungberg im Zweikampf.
Der Pfosten im «Stadion des Drachens» hat Jens Lehmann und den FC Arsenal vor einer Pleite in Porto und einer schlechteren Ausgangsposition in der Champions League bewahrt. Nur mit viel Glück erreichte der deutsche Fußball-Nationaltorhüter mit seinem Team durch das 0:0 beim FC Porto im letzten Gruppenspiel als Erster der Gruppe G das Achtelfinale. Gleich zwei Mal rettete nach Versuchen von Ricardo Quaresma das Torgestänge für die Londoner und ihren deutschen WM-Helden. «Das hätte auch ins Auge gehen können. Normalerweise wird man auf dem Niveau für seine Fehler bestraft. Wir hatten wirklich Glück», gestand Lehmann nach der Partie, die phasenweise einem Nicht-Angriffs-Pakt glich. Für den britischen Fußball war es ein historischer Abend: Alle vier englischen Clubs beendeten die Vorrunde als Gruppensieger. Durch das Weiterkommen von Celtic Glasgow erreichten zudem erstmals alle fünf von der Insel gestarteten Teams die Runde der Top 16. Arsenals Trainer Arsène Wenger war dennoch nicht zum Jubeln zumute. Er räumte nach dem erlösenden Schlusspfiff ein: «Porto hatte die besseren Chancen, wir hätten auch verlieren können. Wir waren ein bisschen zu vorsichtig und haben zu wenig in der Offensive getan.»
Wenger hatte seinem oft vor Spielfreude sprühendem Star-Ensemble taktische Fesseln angelegt. So schoben sich die vor allem für ihren bezaubernden Offensiv-Fußball bekannten Könner den Ball auch gerne mal minutenlang mit Kurzpässen zu. Die Maxime lautete: kontrollierte Defensive. Hinter dem glücklichen Gruppensieger London reichte auch den Portugiesen die magere Nullnummer zum Einzug in die K.o.-Runde. ZSKA Moskau beendete die Gruppe als Dritter und muss mit dem Verbleib im UEFA-Cup vorlieb nehmen. Die Russen unterlagen dem Hamburger SV, der seine desaströse Saison in der «Königsklasse» nach zuvor fünf Pleiten wenigstens mit einem Sieg beschloss. Das Achtelfinale wird am 15. Dezember in Nyon (Schweiz) ausgelost. Aus Deutschland ist nur noch der FC Bayern München vertreten, Werder Bremen schied nach einem 0:2 bei Titelverteidiger FC Barcelona aus, darf als Dritter der Gruppe A aber im UEFA-Cup weiterspielen. |