Dietmar Hamann, von Fußball-Bundestrainer Jürgen Klinsmann als Nationalspieler reaktiviert, wird nicht im neuen Londoner Wembley-Stadion verewigt.
Bei der Suche nach dem Namen für eine neue Brücke stimmten zwar mehrere Tausend Hamann-Fans per Email für den Spieler des FC Liverpool. Doch die englische Kommission zur Namensfindung entschied sich gegen den 32-Jährigen, der am 7. Oktober 2000 beim 1:0-Sieg der deutschen Nationalmannschaft das letzte Tor im alten Wembley-Stadion erzielt hatte.
Begründet wurde die Entscheidung damit, dass die Vorentscheidung von Fans aus dem Ausland beeinflusst wurde. Von mehr als 650 000 Vorschlägen in der ersten Runde schafften fünf den Sprung in die Vorauswahl. Als Namenspate für die Wembley-Brücke kommen nur noch Trainer Alf Ramsey, die früheren Nationalspieler Geoff Hurst und Bobby Charlton, das Musik-Konzert Live Aid und ein weißes Pferd in Frage. Der Schimmel hatte mit seinem Reiter George Scorey während des FA-Cup-Endspiels 1923 zwischen Bolton Wanderers und West Ham United die Zuschauer in Schach gehalten, als weit mehr als 100 000 Fans das erste Pokalfinale im alten Wembley-Stadion verfolgen wollten.