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Trotz 1:3 in Eindhoven: AC Mailand im Finale

Eindhoven (dpa) - 04.05.2005, 22:42 Uhr

AC Mailands Ambrosio (l) und Eindhovens Vennegoor of Hesselink im Zweikampf.
AC Mailands Ambrosio (l) und Eindhovens Vennegoor of Hesselink im Zweikampf.

Dank Massimo Ambrosini steht der AC Mailand zum zehnten Mal im Endspiel des Fußball-Europapokals der Landesmeister.

Der 27-jährige Mittelfeldspieler traf bei der 1:3 (0:1)-Niederlage der Mailänder beim PSV Eindhoven in der 90. Minute und sicherte dem Favoriten damit den überaus glücklichen Einzug ins Finale der Champions League. Dort trifft der sechsmalige Europacup-Sieger am 25. Mai in Istanbul auf den FC Liverpool, der sich im ersten Halbfinale mit 1:0 gegen den FC Chelsea durchgesetzt hatte.

Acht Tage nach dem 2:0-Sieg im heimischen Giuseppe-Meazza-Stadion standen die Italiener vor 32 500 Zuschauern im Philips-Stadion nach Toren von Ji-Sung Park (9.) und Philip Cocu (65./90.+1) dicht vor dem K.o.

Das Konzept von Milan-Trainer Carlo Ancelotti, das Zwei-Tore-Polster aus dem Hinspiel mit einer konzentrierten Defensivleistung über die Zeit zu bringen, ging nicht auf. Denn ausgerechnet die Abwehr, sonst das Prunkstück der Italiener, erwies sich diesmal als überaus verwundbar. Bereits nach neun Minuten wurde das vermeintliche Bollwerk um Alessandro Nesta und Jaap Stam durch den flinken Koreaner Park geknackt, der nach Zuspiel von Jan Vennegoor of Hesselink frei zum Torschuss kam. Für Torhüter Dida war es der erste Champions League-Gegentreffer nach 623 Spielminuten seit dem 2. November 2004.

Das erhoffte frühe Führungstor verlieh dem PSV-Spiel weitere Sicherheit. Allerdings versäumte es die Elf von Guus Hiddink zunächst, entschlossen nachzusetzen und aus ihren Feldvorteilen gegen passive Mailänder weiteres Kapital zu schlagen. Pech hatte Eindhoven bei einem Kopfball von Vennegoor (27.) an die Latte.


Vier Tage vor dem vorentscheidenden Duell um den Titel in der Serie A gegen Juventus Turin versuchte der Champions League-Sieger von 2003 ohne großen Kraftaufwand zum Erfolg zu kommen. Mit Andrej Schewtschenko hatte Ancelotti nur eine Angriffsspitze aufgeboten. Doch der ukrainische Torjäger blieb in der Offensive ebenso wirkungslos wie seine Nebenleute.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der niederländische Meister die klar dominierende Mannschaft. In der 53. Minute konnte Ambrosini einen Schuss von Wilfred Bouma kurz vor der Torlinie abblocken, doch zwölf Minuten später war Dida erneut geschlagen. Nach Flanke von Young-Pyo Lee sprang Cocu höher als seine Gegenspieler und traf per Kopf zum umjubelten 2:0.

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