Trainer Huub Stevens ist derzeit zu beneiden. Die Stimmung auf Schalke ist bestens, sportlich läuft es rund vor der Partie beim Team von Trainer Leonardo Jardim, in dem mit dem Ex-Herthaner Marko Pantelic auch ein früherer Bundesliga-Profi steht. Besondere Vorfreude spürt Schalkes Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos vor dem Auftritt bei seinem Heimatclub, für den er bereits als 15-Jähriger in der ersten griechischen Liga debütierte und drei Jahre spielte. «Ich fühle mich wohl hier. Ich habe auch noch regelmäßig Kontakt zu vielen Spielern, zumal ich einige immer in der Nationalmannschaft treffe», sagte der 20 Jahre alte Innenverteidiger vor dem Abschlusstraining. Da keine schwerwiegenden Ausfälle zu beklagen sind, hat Stevens nur die «unangenehme» Aufgabe, Spieler auf die Bank zu verbannen, die eigentlich gut in Form sind. Der Trainer hat die Qual der Wahl: Als sicher gilt, dass der Europa-erfahrene Jefferson Farfán, der auf der großen Bühne meist seine besten Spiele macht, in die Startelf rückt. Aber wen draußen lassen? Den deutschen U-21-Kapitän Lewis Holtby, der vor Spielfreude sprüht, gegen Fürth das 2:0 schoss und in Athen seinen 22. Geburtstag feiert? Oder Jungnationalspieler Julian Draxler, der mit einem Traumtor die Führung markierte? Oder gar Neuzugang Ibrahim Afellay, der Barcelona-Leihspieler, der in Fürth seine Klasse nur andeutete und jedes Spiel braucht, um sich mit den Kollegen weiter einzuspielen und mit Einzelaktionen jederzeit eine Partie entscheiden kann? Die Mitspieler sind schon nach wenigen Tagen der Zusammenarbeit mit Afellay und dessen Startelf-Debüt begeistert vom holländischen Nationalspieler: «Ibrahim kann mit der Kugel umgehen. Wenn man sieht, dass wir Jeff noch in der Hinterhand haben, muss man sagen, dass wir wirklich sehr gut besetzt sind», lobt Holtby den Edelkader. Er würde sich nicht wundern, wenn auch er mal draußen bleiben muss. «Das kann passieren. Aber ich gebe weiter Gas und biete mich an.» Stevens lässt sich im Aufstellungspoker wie üblich nicht in die Karten schauen. Für ihn ist ohnehin die Einstellung entscheidend, mit der man solche Spiele angeht: «Wir wissen, was Olympiakos im vorigen Jahr geleistet hat. Wir müssen noch effektiver werden. Es geht in Athen darum, dass wir unsere Qualitäten einbringen.» Voraussichtliche Aufstellungen zu Olympiakos Piräus - FC Schalke 04: Olympiakos Piräus: Caroll - Torosidis, Contreras, Siovas (Papazoglou), Holebas - Modesto, Maniatis - Abdoun, Ibagaza, Machado - Djebbour FC Schalke 04: Unnerstall - Höwedes, Papadopoulos, Matip, Fuchs - Neustädter, Jones - Farfán, Holtby, Afellay (Draxler) - Huntelaar Schiedsrichter: Borbalan (Spanien)
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