Nach gut einer Minute hätte das 1:0 fallen können. Was wäre denn dann passiert? Stranzl: «Das weiß ich nicht. Da bin ich überfragt. Aber wir haben weitergemacht, wir sind ruhiggeblieben. Wir haben Dynamo am eigenen Strafraum unter Druck gesetzt. Dass uns da noch ein paar Fehler unterlaufen, ist normal. Aber ich glaube, man hat schon gesehen, dass die Mannschaft im Vergleich zum ersten Spiel dazugelernt hat.» Wo speziell? Stranzl: «Wir sind ruhiger geblieben. Wir haben mehr über die Seiten gespielt und nicht so sehr ins Zentrum. Man hat ja gesehen: Je häufiger ins Zentrum gespielt wurde, desto mehr Ballverluste waren da. Und wir haben versucht, das zu vermeiden. Am Schluss haben wir aber schon versucht, die Brechstange auszupacken. Das wäre nicht notwendig gewesen.» Sie wirken nicht so sehr enttäuscht ... Stranzl: «Jeder ist enttäuscht. Aber der eine oder andere überspielt es.» Was nehmen Sie mit aus dieser Erfahrung? Stranzl: «Nicht die bessere, sondern die cleverere Mannschaft ist weitergekommen. Wir haben uns im Hinspiel locken lassen und die Fehler gemacht. Da müssen wir uns weiterentwickeln und wollen dazulernen.» Was trauen Sie dieser Borussia-Mannschaft noch zu? Stranzl: «Da unterhalten wir uns am Saisonende. Jetzt ist es zu früh. Es sind noch 33 Spiele in der Bundesliga. Der Pokal ist noch dabei, die Europa League. Da kann viel passieren. Verletzungen, die wir nicht wollen, eine Serie, wo es mal nicht so läuft, wo man vom Kopf her ruhigbleiben muss. Aber wir haben viele junge Spieler drin. Und wenn die aus solchen Erfahrungen dazulernen und sich weiterentwickeln, schaut's gar nicht so schlecht aus.»
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