Promis fiebern vergeblich - Mitgefühl für Bayern
München (dpa) - 20.05.2012, 15:02 Uhr
Auch DOSB-Präsident Thomas Bach (l) erlebte die Niederlage der Bayern im Stadion mit. Foto: Marcus Brandt
Alles Daumendrücken von Bundespräsident Joachim Gauck auf der Tribüne half nicht, Bundeskanzlerin Angela Merkel fieberte beim G8-Gipfel vergebens mit den Bayern. Auch die prominente Sympathiewelle half den Münchner Fußballstars beim Heimfinale nicht auf den Champions-League-Thron. Neben dem jubelnden britischen Regierungschef David Cameron und US-Präsident Barack Obama musste Merkel im Camp David enttäuscht die TV-Bilder des Elfmeterdramas der Bayern gegen Chelsea mitansehen. Viel Mitgefühl ihrer Amtskollegen habe es danach für die Kanzlerin gegeben, hieß es. Zuspruch benötigten die Bayern, ihre Anhänger und auch die Edelfans nach dem unglücklichen Ende des Endspiel-Traums. «Es ist besonders grausam, wenn man ein Spiel so fest im Griff hat, selbst mehrfach für sich entscheiden kann und dann im Elfmeterschießen so knapp verliert», sagte Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am Sonntag. Das Spiel gegen Chelsea werde «ähnlich unvergesslich bleiben» wie die dramatische Niederlage der Münchner gegen Manchester United im Jahr 1999.
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«Sehr viel Pech gehabt heute. Ich leide vor allem mit Schweini!», twitterte Skirennfahrerin Maria Höfl-Riesch. Nationalspieler Bastian Schweinsteiger hatte den letzten Elfmeter der Münchner verschossen. «Ich brauche jetzt ganz viel Trost», schrieb TV-Moderator Kai Pflaume bei Facebook, nachdem er das Finale im Bayern-Trikot im Stadion verfolgt hatte. «Ich bin im Moment einfach zu traurig, weiß nicht, was ich sagen soll», meinte Tennisspielerin Julia Görges und urteilte: «Das bessere Team hat verloren.» Auch Tennisstar Boris Becker, der während der Partie fast minütlich getwittert hatte, war am Ende sprachlos: «Ohne Worte...», lautete seine letzte Botschaft zum Spiel. Der bisherige Schalker Fußballprofi Hans Sarpei, eine Kultfigur der sozialen Netzwerke, schrieb auf seiner Facebook-Seite: «Wenn es einen Fußballgott gibt, ist er heute gestorben.» Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher sagte dem TV-Sender Sport1, dass er mitgelitten habe: «Es geht nicht immer so, wie man sich das gerne vorstellt und es ist leider auch nicht immer ganz so gerecht, wie es sein sollte. Deswegen ist es Sport.» |