Polizei-Großaufgebot beim Finale in München
München (dpa) - 17.05.2012, 11:42 Uhr
Laut Wolfgang Wenger hält die Münchner Polizei am Sicherheitskonzept für das Champions-League-Finale fest. Foto: Marc Müller
Der ganz große Ansturm auf München und das heimische Champions-League-Finale kommt wohl erst am Samstag. Doch Polizei, Sicherheitskräfte und Ordner sind schon jetzt in Bereitschaft. Rund um das deutsch-englische Endspiel zwischen dem FC Bayern und dem FC Chelsea sind am Wochenende 2000 Beamte im Einsatz. Dabei muss nicht nur die Allianz Arena abgesichert werden, auch in der Innenstadt und an den öffentlichen Fußball-Schauplätzen im Olympiastadion und auf dem Oktoberfestplatz Theresienwiese erwarten die Behörden Menschenmassen. Von den Zwischenfällen bei den Relegationsspielen unter der Woche in Düsseldorf und Karlsruhe will sich die Polizei allerdings nicht aus der Ruhe bringen lassen. «Natürlich haben wir die aktuelle Lage im Auge», sagte Sprecher Wolfgang Wenger der Nachrichtenagentur dpa. «Aber unser Konzept steht.» Beim Finale der europäischen Königsklasse erwarte er eine andere Atmosphäre als bei den Relegationsspielen. «Das Publikum ist schon anders», betonte Wenger.
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Beim Entscheidungsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC waren Tausende Fortuna-Fans vor dem Abpfiff auf das Spielfeld gestürmt. Erst nach 20-minütiger Unterbrechung setzte Schiedsrichter Wolfgang Stark die Begegnung fort - wenig später feierten die Rheinländer den Aufstieg. Am Montagabend war es schon in Karlsruhe bei der Zweitliga-Relegation zwischen dem KSC und dem späteren Aufsteiger Jahn Regensburg zu Ausschreitungen gekommen. 75 Menschen wurden verletzt, darunter auch 18 Polizisten. Brenzlig werden könnte es am Wochenende vor allem abseits des eigentlichen Finals. Immerhin 65 000 Menschen wollen das Spiel im Olympiastadion auf Leinwand verfolgen, auf der Theresienwiese werden 30 000 Fußballfans erwartet. «Wir haben häufig Public Viewings veranstaltet, bis jetzt ist noch nie etwas vorgefallen», sagte Olympiapark-Sprecher Arno Hartung. Damit auch diesmal das Sportliche im Vordergrund bleibt, sind beim Rudelgucken neben der Polizei auch rund 500 Ordnungskräfte im Einsatz. |