Schon nach knapp drei Minuten hätte Barca das 0:1 vom Hinspiel wettmachen können - Messi jagte den Ball aus zehn Metern ans Außennetz. Wenig später vertändelte Alexis Sanchez eine gute Chance in bester Position. Die Spanier waren hellwach: Drei Tage nach der bitteren 1:2-Heimniederlage im Clásico gegen Real Madrid und der de facto verspielten Meisterschaft war der Siegeswille wieder erwacht. Trainer Josep Guardiola hatte sein Team im Vergleich zum Gipfeltreffen in der Primera Division auf vier Positionen verändert. Offensive war Trumpf. Aber selbst das Powerplay gegen das massierte Mittelfeld und den Abwehrriegel der Londoner wurde zur Geduldsprobe. Als Messi sogar eine «Hunderprozentige» vergab, stöhnten die Fans: Nach Hackentrick von Cesc Fabregas kam der Torjäger frei zum Schuss - Chelseas Keeper Petr Cech parierte mit dem Fuß (19.). Chelsea kam kaum an den Ball, setzte aber Nadelstiche: Der Schuss des Hinspiel-Torschützen Didier Drogba landete am Außennetz (25.). Kurz darauf musste Guardiola schon wechseln: Verteidiger Gerard Piqué war bei einem Zusammenprall mit seinem eigenen Torwart Victor Valdes fast k.o. gegangen und kam nicht mehr richtig auf die Beine. Mit Verdacht auf Gehirnerschütterung musste er ins Krankenhaus. Nach 34:30 Minuten war der Bann gebrochen, als Busquets nach Vorlage von Isaac Cuenca traf. Weltmeister Iniesta legte nach, Ramires schockte den Titelverteidiger mit seinem Konter-Traumtor. Die Londoner hatten Glück, als Pechvogel Messi in der 83. Minute nur den Pfosten traf - und auch Javier Mascherano in der Schlussminute die Siegchance vergab.
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