Beim Wiedersehen: Robben will's den Königlichen zeigen
München (dpa) - 16.04.2012, 12:22 Uhr
Arjen Robben wechselte vor drei Jahren von den «Königlichen» zu den Bayern. Foto: Federico Gambarini
Großspurige Kampfansagen hat sich Arjen Robben vor seinem brisanten Wiedersehen mit Real Madrid lieber verkniffen. Der Druck im Duell der Fußball-Giganten ist schon groß genug, gerade auch für ihn. Der Bayern-Star will die Kraftprobe mit seinem Ex-Club nicht noch mit allzu forschen Sprüchen zusätzlich anheizen. «Nein, das Spiel ist nicht extra besonders für mich», erklärte Robben vor dem Champions-League-Klassiker am Dienstag und erläuterte: «Ich bin ja schon drei Jahre hier. Wenn das Spiel in meinem ersten Jahr bei Bayern gewesen wäre, wäre es etwas anderes gewesen. Ich habe kein Gefühl, dass ich etwas demonstrieren muss oder so.» Nun ja, zeigen würde es der niederländische Nationalspieler den Königlichen beim Schaulaufen der Fußball-Stars in der ausverkauften Münchner Arena natürlich schon gerne. Schließlich hat der 28-Jährige lange auf den Tag warten müssen, an dem er es seinem früheren Arbeitgeber heimzahlen kann, der ihn im August 2009 für 24 Millionen Euro an die Bayern abschob. «Ich wollte nicht weggehen von Real. Aber der Club wollte mich verkaufen», gestand Robben seinerzeit nach der Ankunft in München, wo er eine viel höhere Wertschätzung genießt.
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Eine Genugtuung wäre es schon, wenn ausgerechnet er den Madrilenen den Finaleinzug vermasseln könnte. «Wir müssen versuchen, Real Madrid herauszubekommen», betonte Robben, der den Fans einen großen Kampf verspricht: «Wir werden mit Herz und Leidenschaft auftreten.» Gerade nach der verspielten Meisterschaft, an der er mit seinem vergebenen Foulelfmeter beim 0:1 in Dortmund einigen Anteil hatte, ist Robben noch heißer auf eine Wiedergutmachung gegen Real Madrid. «Das Champions-League-Finale hier in München wäre ein Traum für den ganzen Verein», betonte der Turbo-Dribbler. Robben glaubt nicht, dass der K.o.-Schlag in der Bundesliga seinem Team einen Knacks versetzt haben könnte. «Es gibt noch zwei schöne Pokale, und da müssen wir alles versuchen, um etwas zu erreichen», sagte der Flügelstürmer. |