Beim FC Basel, der in der Gruppenphase Englands Renommierclub Manchester United ausgeschaltet hatten, entpuppten sich der Ex-Stuttgarter Marco Streller und der künftige Bayer Xherdan Shaqiri als effizientes und stets gefährliches Angriffsduo. Auf dem holprigen Geläuf des St. Jakob-Parks waren Wille und Entschlossenheit bei den Bayern von der ersten Sekunde an spürbar. Schon in der 3. Minute bot sich Ribéry nach Robbens Heber in den freien Raum die Chance zur Führung, doch Sommer verhinderte mit einem Reflex das drohende 0:1. Wenig später stand der Franzose auf Zuspiel von Kapitän Philipp Lahm erneut frei vor dem Torhüter (11.) und scheiterte wieder am großartig reagierenden Sommer. Doch die Bayern-Abwehr wackelte schon bei den ersten Basler Vorstößen bedenklich. In der 16. Minute musste Neuer gleich zweimal eingreifen: Erst rettete er gegen Streller, dann lenkte er den Kopfball von Alexander Dragovic reaktionsschnell an den Pfosten. Beim Lattenschuss des ebenfalls völlig freistehenden Alexander Frei (18.) wäre auch Neuer chancenlos gewesen. Von der Offensivpower der Eidgenossen beeindruckt fielen die Bayern wieder in alte Muster zurück, im Mittelfeld wurde ein Spieler vermisst, der den Aktionen Struktur hätte geben können. Erst bei einem Distanzschuss von David Alaba (29.) deuteten die Gäste noch einmal Torgefährlichkeit an. Mit Bayern-Dominanz, aber ohne große Torgelegenheiten liefen die zweiten 45 Minuten ab, die nicht an die Klasse der ersten Hälfte heranreichten. Robben und Ribéry versuchten weiter, das Spiel schnell zu machen, fanden aber nicht die Abnehmer für ihre Anspiele. Toni Kroos und David Alaba blieben unter ihren Möglichkeiten. Allein ein Distanzschuss von Lahm (68.) sorgte noch einmal für Aufregung vor dem Gehäuse der Hausherren. Auch der für Ribéry ins Spiel gekommene Thomas Müller konnte das Blatt nach dem überraschenden Rückstand nicht mehr wenden.
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