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«Verzwickte Sache» für Bayern - Neues Robben-Pech

Manchester (dpa) - 06.12.2011, 16:06 Uhr

Arjen Robben (M) und Toni Kroos (r) sind nicht mit nach Manchester gereist. Foto: Patrick B. Krämer
Arjen Robben (M) und Toni Kroos (r) sind nicht mit nach Manchester gereist. Foto: Patrick B. Krämer

Die Bayern sind schon Gruppensieger, trotzdem wollen sie gegen Manchester City einen «guten Gegner» abgeben. Eine Grippewelle stoppt Pechvogel Robben und Spielmacher Kroos - auch Müller und Gomez kränkeln.

Der Druck ist raus, trotzdem will beim von einer Grippewelle heimgesuchten FC Bayern niemand etwas von einem lockeren Betriebsausflug nach Manchester wissen. «Es ist ein riesiges Duell und es ist selbstverständlich, dass ein Club wie Bayern München hier seriös auftritt. Es geht ums Prestige, es gibt eine opulente Prämie und das Spiel ist wichtig für die internationale Bewertung», betonte Trainer Jupp Heynckes vor der Kraftprobe mit Manchester City.

Der Champions-League-Trip auf die Insel lief für den deutschen Fußball-Rekordmeister jedoch alles andere als gut an: Arjen Robben und Toni Kroos mussten wegen grippaler Infekte in München bleiben, Thomas Müller und Mario Gomez saßen zudem «mit ähnlichen Symptomen», so Heynckes, im verspäteten Charterflieger ins verregnete Manchester. Das Duo könnte ebenfalls ausfallen. «Natürlich werde ich die Mannschaft verändern - zwangsläufig schon», stöhnte der Bayern-Coach.

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Nur gut, dass es unter den widrigen Vorzeichen für den schon feststehenden Gruppensieger am Mittwochabend im Gegensatz zum vor dem Vorrunden-K.o. stehenden Gastgeber sportlich nicht mehr um alles geht. «Wir können grundsätzlich entspannt sein, es kann ja nichts mehr anbrennen. Wir sind Erster und haben die Erwartungen in der Champions League bislang total erfüllt», erklärte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge, der aber versicherte: «Trotzdem werden wir sicherlich nichts abschenken.» Unter anderem gehe es um «eine schöne Weihnachtsprämie» von 800 000 Euro beim Sieg.

Auch die Spieler gelobten nach dem Einchecken im Teamhotel, dem einstigen Herrenhaus Worsley Park, professionellen Einsatz. «Es ist ein Prestigeduell. Wir werden mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen», erklärte Nationaltorhüter Neuer. «Für Manchester stehen die Karten schlecht. Und vielleicht tut es uns ganz gut, mal ohne Druck zu spielen», sagte Jérome Boateng vor dem Duell mit seinen ehemaligen Kollegen von ManCity. «Wir werden alles dafür tun, dass wir mit Punkten nach Hause kommen», ergänzte Kapitän Philipp Lahm.


Heynckes ärgert besonders der erneute Ausfall von Robben. «Er braucht nach seiner Verletzung Spiele, und das wäre ein interessantes Spiel für ihn gewesen. Er war happy, dass er nach dem Spiel gegen Bremen beschwerdefrei war und zwei Tore erzielt hatte. Er wollte hier unbedingt spielen, aber die Blutwerte waren zu schlecht», berichtete Heynckes: «Natürlich ist Arjen enttäuscht - und ich auch.»

Trotz der entspannten Ausgangslage ist das Kräftemessen mit Englands aktueller Nummer 1 eine «verzwickte Sache» für die Bayern, wie Präsident Uli Hoeneß bemerkte. «Wir sind qualifiziert, wir sind Erster in der Gruppe. Trotzdem müssen wir versuchen, einen guten Gegner abzugeben und nicht den Wettbewerb zu beeinflussen.»

Der SSC Neapel (8 Punkte) und ManCity (7) kämpfen im Fernduell um den zweiten Platz in Gruppe A hinter den uneinholbaren Bayern (13). Nicht einmal ein Sieg garantiert den Engländern das Weiterkommen. Das Team um den Ex-Wolfsburger Edin Dzeko muss zudem auf Schützenhilfe des punktlosen Tabellenletzten FC Villarreal gegen Neapel hoffen.

Die Bayern richten sich auf intensive 90 Minuten ein. «Es wird viel Arbeit für die Abwehr geben», prophezeite Daniel van Buyten, der 2004 einige Monate als Leihspieler für ManCity spielte. Dzeko, Agüero, Nasri, Silva, Balotelli - ManCity verfügt über eine echte Torfabrik. Die zündete bislang jedoch nur in der englischen Premier League, die man nach 48 Treffern in 14 Spielen eindrucksvoll mit fünf Punkten Vorsprung vor dem Lokalrivalen Manchester United anführt.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Manchester City: Hart - Richards, Kompany, Kolo Touré, Clichy - Silva, Yaya Touré, Barry, Nasri - Agüero, Dzeko

FC Bayern München: Neuer - Rafinha, Boateng, Badstuber, Lahm - Timoschtschuk, Luiz Gustavo - Müller, Alaba, Ribéry - Olic

Schiedsrichter: Stéphane Lannoy (Frankreich)

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