Chelseas Huth frustriert über das Aus
London (dpa) - 06.05.2004, 13:37 Uhr
Robert Huth bei einem Fototermin im Februar.
Mit Enttäuschung und Frust hat der letzte Deutsche in der Champions League auf das Halbfinal-Aus seines FC Chelsea London gegen den AS Monaco reagiert. «Wir sind einfach nicht gut genug gewesen», gab Robert Huth nach dem 2:2 (2:1) in London gegen die Monegassen zu, mit dem diese nach dem 3:1- Hinspielerfolg ins Finale am 26. Mai in Gelsenkirchen gegen den FC Porto einzogen. «Wir haben 2:0 geführt, aber dann das 1:2 kassiert, das darf nicht passieren. Da muss der Ball vorher weggehauen werden», sagte Huth, der das Spiel 90 Minuten lang auf der Ersatzbank erlebte. Der 19-jährige Abwehr- und Mittelfeldspieler blickt hoffnungsfroh in die Zukunft. «Bei Manchester United werden wir uns wieder steigern. Es war bei uns immer so, dass auf ein schlechtes Spiel ein gutes folgt», sagte der England-Legionär, der sich mit Chelsea gegen «ManU» den zweiten Tabellenplatz in der Premier League und damit die erneute Champions-League-Teilnahme sichern will.
Für sich persönlich hofft der Deutsche, der sich im Starensemble des Premier-League-Zweiten in den erweiterten Stamm vorgearbeitet hat, auf die Teilnahme an der U 21-Europameisterschaft im Frühsommer. Als Fernziel hat Huth nach eigener Aussage die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland anvisiert. Im vergangenen Jahr hat er mit der deutschen U 20 an der WM-Endrunde in den Vereinigten Arabischen Emiraten teilgenommen. Und davor war er bereits auch in jüngeren Auswahl-Teams des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zum Zuge gekommen. Sollte sich Bundestrainer Ulli Stielike nicht wie erhofft bei ihm melden, wäre dies «auch nicht so schlimm». Im Gegenteil: Der talentierte Abwehrspieler würde dies als Ansporn sehen, um sich weiter zu verbessern. «Dann weiß ich eben, dass ich noch nicht gut genug bin und noch härter an mir arbeiten muss», betonte Huth.
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