Nach dem hochtourigen Start beschränkten sich die Gastgeber allerdings zu sehr auf die «Safety First»-Variante. Das Spiel nach vorn wurde vernachlässigt, Leichtsinnsfehler schlichen sich ein. So kamen die biederen Griechen besser in die Partie und erarbeiteten sich ein Chancenplus. Kevin Mirallas (15.) scheiterte mit einem Warnschuss an BVB-Keeper Roman Weidenfeller. Kurz vor der Pause hatte der BVB Riesenglück, als der russische Schiedsrichter Wladislaw Besborodow nach einem Kopfball des Schweden Olof Mellberg und einem klaren Handspiel von Mats Hummels (43.) keinen Elfmeter gab. «Es ist ein enges Spiel. Wir hatten eine sehr gute Anfangsphase, sind dann aber etwas unruhig geworden und haben einige unnötige Fehler im Spielaufbau gemacht», sagte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc in der Pause über den unnötigen Kontrollverlust, «wir müssen weiter aufpassen.» Nach nur 65 Sekunden im zweiten Durchgang wäre sein Team beinahe kalt erwischt worden. Der ehemalige 1860-Profi José Holebas, im Hinspiel Torschütze zum 1:0, prüfte Weidenfeller mit einem Distanzschuss. Der Einsatz der Dortmunder stimmte auch nach dem Wechsel, aber es fehlte nach wie vor die nötige Ruhe in den Aktionen. Mit zahlreichen Missverständnissen machte sich der Tabellendritte der Bundesliga selbst das Leben schwer und wurde mit zunehmender Spieldauer immer nervöser. Bei einem der wenigen Entlastungsangriffe traf Robert Lewandowski nach genau einer Stunde nur den Außenpfosten. Das war es dann mit der offensiven BVB-Herrlichkeit gegen die einfallslosen Gäste. In der zerfahrenen Schlussphase zitterte sich die Borussia zum ersehnten Sieg. Nach dem 1:3 vor 13 Tagen in Athen zog der BVB durch den Dreier in der Tabelle wieder an Piräus vorbei und verschaffte sich zumindest einen Vorteil im Kampf um den für den Gruppendritten reservierten Platz in der Europa League.
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