Ausbremsen aber mussten sich die Bayern schon selbst nach dem Blitztor des für Heynckes «überragenden» Toni Kroos nach gerade einmal 99 Sekunden. Auch die Torsperre von Manuel Neuer durchbrachen sie nach 1146 Pflichtspielminuten mit einem unglücklichen Eigentor von Innenverteidiger Holger Badstuber selbst (39.). «Wir können auch mal Fehler machen», kommentierte Heynckes. Neuer nahm das Ende seiner Zu-Null-Serie im 13. Pflichtspiel gefasst hin. «Ich will immer zu Null spielen, klar. Aber wichtig sind für mich nicht die Rekorde, sondern der mannschaftliche Erfolg.» Das zuvor einzige Gegentor des Gladbachers Igor de Camargo hatte der Nationaltorhüter mit einem Fehler persönlich verschuldet. Die verschenkten zwei Punkte haben den Bayern aufgezeigt, dass der Weg an die europäische Spitze keine Nachlässigkeiten duldet. «Es ist noch nichts gewonnen», mahnte Schweinsteiger: «Wenn wir die Chancenverwertung noch besser hinbekommen, sieht es ganz gut aus.» Die Perspektiven bleiben bestens. «Unser Ziel war, nach dem Spiel weiter Tabellenführer zu sein. Das ist uns gelungen», hob Rummenigge hervor. Mit sieben Punkten führen die Bayern die Gruppe A weiter vor Neapel (5) und Manchester City an (4). Nur der FC Villarreal (0) ist praktisch schon raus aus dem Rennen um die zwei Achtelfinalplätze. «Jetzt haben wir zwei Heimspiele. Die sollten wir gewinnen, dann ist das der Gruppensieg», sagte Sportdirektor Christian Nerlinger mit Blick auf die kommenden Partien in München gegen Neapel (2. November) und Villarreal (22. November). «Wir hatten einen guten Start in die Champions League», urteilte Heynckes: «Jetzt haben wir zwei Heimspiele - und zu Hause sind wir noch stärker.»
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