Nicht nur die sportliche Ausgangslage der beiden bisher sieglosen Teams sorgt für Brisanz. Kritische Äußerungen und Medienberichte in Deutschland über weitere Finanzhilfen für die kriselnde griechische Volkswirtschaft verärgerten viele Hellenen. Nicht zuletzt deshalb erwartet Klopp einen ungemütlichen Empfang für sein Team im Karaiskakis-Stadion. «Die politische Situation überlagert das Sportliche. Ich glaube, die Griechen sind gerade nicht so wahnsinnig glücklich über die deutsche Bevölkerung», sagte der Fußball-Lehrer der «Bild». Kurz nach der Landung in Athen gab er sich betont diplomatisch: «Wir sollten uns alle ein bisschen beruhigen. Wir sind hier, um Fußball zu spielen - mehr nicht.» Die Probleme der Griechen könnte der BVB auch nach der Partie zu spüren bekommen. Aufgrund eines geplanten Generalstreiks am Mittwoch und Donnerstag droht die Tour zu einer Odyssee zu werden. Noch ist unklar, ob die Mannschaft am Donnerstagmorgen die Rückreise nach Dortmund antreten kann. «Wir stehen in Kontakt zur deutschen Botschaft», sagte Sportdirektor Zorc. Eine verspätete Rückkehr will Trainer Klopp seinem Team mit Blick auf die Partie am Samstag gegen Köln unter allen Umständen ersparen. Dennoch hat der Club für den Fall der Fälle für Donnerstag einen Trainingsplatz in Athen gemietet. Obwohl der angekündigte Generalstreik sogar die TV-Übertragung in Griechenland gefährden könnte, wollen sich die Profis des 38-maligen Landesmeisters Olympiakos Piräus nicht in ihrer Konzentration stören lassen. Die verpatzte Generalprobe des Titelverteidigers im Spitzenspiel bei AEK Athen (1:1) trübte jedoch die Stimmung. Zudem bereitet der Ausfall von Schlüsselspieler David Fuster dem spanischen Trainer Ernesto Valverde Probleme.
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