Neben dem Last-Minute-Sieg in Mainz sorgt auch die Genesung von Leistungsträgern für wachsende Zuversicht. Der zweikampfstarke Bender signalisierte nach überstandener Verletzung des Hüftbeugers Einsatzbereitschaft. Zudem macht auch der schmerzlich vermisste Lucas Barrios, der in Mainz zu seinem ersten Saison-Kurzeinsatz kam, deutliche Fortschritte. Auch wenn dem Torjäger laut Klopp nur die Jokerrolle zugedacht ist, verbessern sich die personellen Alternativen: «Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, steht Lucas nicht in der Startformation.» Zur Freude von Klopp meldete sich auch Nationalspieler Marcel Schmelzer rechtzeitig vor der Parte zurück. Der Faseriss im Oberschenkel bereitete dem Linksverteidiger im Training keine Probleme mehr. Er könnte für Chris Löwe ins Team rücken. Dass seine Rekonvaleszenten erst seit wenigen Tagen im Training sind, sieht Klopp nicht als Problem: «Glücklicherweise ist ihr Fitnesszustand gut. Sie haben von der Pause sogar profitiert.» Die Hürde Marseille erscheint schwierig, aber nicht übermächtig hoch. Schließlich hat sich der Gegner in den vergangenen Jahren nicht gerade als Macht im eigenen Stadion erwiesen. Die Franzosen, denen Nationalstürmer André-Pierre Gignac weiterhin fehlt, konnten nur fünf ihrer vorigen 15 Champions-League-Heimspiele gewinnen. Liebend gern hätte sich Marseille-Trainer Didier Deschamps ein Duell mit Dortmund schon in der Gruppenphase erspart. Der Weltmeister von 1998 hält die Borussia für die stärkste Mannschaft aus dem vierten Lostopf mit den vermeintlich leichtesten Gegnern. Zudem verbindet er mit dem BVB schlechte Erinnerungen. Im Champions-League-Finale von 1997 unterlag er im Trikot von Juventus Turin dem damaligen Außenseiter aus Dortmund. Die Renaissance des BVB nötigt ihm Respekt ab. «Jetzt ist die Borussia nach langer Pause zurück, steht für Fußball total, jung, athletisch, schnell», lobte er im «Kicker».
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