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FC Porto erster Finalist - 1:0 bei La Coruña

La Coruña (dpa) - 04.05.2004, 22:45 Uhr

Juan Carlos Valerón (l) und Portos Costinha behaken sich im Zweikampf.
Juan Carlos Valerón (l) und Portos Costinha behaken sich im Zweikampf.

Der FC Porto ist dank seiner Auswärtsstärke als erste Mannschaft ins Finale der Champions League gestürmt. Nach dem torlosen Remis im Halbfinal-Hinspiel gewann der portugiesische Fußballmeister das Rückspiel bei Deportivo La Coruña mit 1:0 (0:0).

Ein Foulstrafstoß des Brasilianers Derlei in der 60. Minute besiegelte die bittere Heimniederlage der Spanier. Portos Gegner im Finale am 26. Mai «AufSchalke» wird im Duell zwischen dem FC Chelsea und AS Monaco ermittelt (Hinspiel 3:1 für Monaco). Porto, das den europäischen Meister-Cup 1987 gewann, hat in der laufenden Champions-League-Saison auswärts noch nie verloren und immer mindestens ein Tor erzielt.

Beide Teams legten in dem prestigeträchtigen iberischen Duell vor 35 000 Zuschauern im Riazor-Stadion los, als wollten sie schon in der ersten Viertelstunde alles klar machen. Unter den Ehrengästen war erstmals auch Spaniens König Juan Carlos. Doch die schnellen Vorstöße verfingen sich oft in den sicher postierten Vierer-Abwehrketten. Porto hatte anfangs sogar mehr vom Spiel, La Coruña war meist gefährlicher - zunächst aber ohne Wirkung. Viele Fouls störten zudem den Spielfluss, Italiens Star-Schiedsrichter Pierluigi Collina musste Schwerstarbeit leisten: In der 70. Minute sah La Coruñas Noureddine Naybet wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot.

Deportivos Top-Torjäger Walter Pandiani stand bei der ersten guten Gelegenheit der Galicier im Abseits (27.), die erste «Hundertprozentige» vergab sein Stürmerkollege Juan Carlos Valeron (38.), der von seiner Chance selbst überrascht war und volley aus acht Metern knapp daneben zielte. Die sich anschließende Offensive der Platzherren brachte nichts Zählbares. «Depor» musste auf zwei gesperrte Schlüsselspieler verzichten: Innenverteidiger Jorge Andrade fehlte ebenso wie der brasilianische Kapitän Mauro Silva.

Gleich nach der Pause hatte Porto die Chance zum Führungstor, beim spektakulären Flugkopfball von Derlei stand nur der Pfosten im Weg (47.). Die Partie wurde nun zum offenen Schlagabtausch mit guten Szenen auf beiden Seiten. Deportivo wollte das Tor erzwingen, doch die glänzend disponierte Abwehr der Portugiesen war unbezwingbar. Dem Strafstoß war ein Foul von Cesar am Portugiesen Deco vorausgegangen.


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