«Wir nehmen es, wie es kommt. Uns sind drei tolle Mannschaften zugelost worden. Meine Vorfreude auf die Champions League ist riesengroß», sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp - und ließ sein Team während der Auslosung trainieren. Sportdirektor und Geburtstagskind Michael Zorc erklärte nach dem gelungenen Los-Geschenk noch etwas vorsichtig, er sehe «die Chance, die Gruppenphase zu überstehen». Vizemeister Leverkusen hat mit Michael Ballacks Ex-Club FC Chelsea, dem FC Valencia und den Belgiern vom KRC Genk zwar schwierige, aber machbare Aufgaben vor der Brust. «Das ist kein leichtes Programm - zwar angenehm zu bereisen, aber schwer zu bespielen», befand Trainer Robin Dutt. «Hochinteressant», kommentierte Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser. Sowohl Bayer wie vor allem der BVB hatten zuvor knüppelharte Gruppen fürchten müssen. Die Dortmunder waren im Topf vier der Außenseiter eingestuft worden. Doch das Losglück war den Klopp-Schützlingen im edlen Grimaldi-Forum des Fürstentums hold. Dagegen bescherte das niederländische Fußball-Idol Ruud Gullit den Bayern als Losfee mit dem neureichen ManCity den Gegner, den alle Titelfavoriten gern vermeiden wollten. Der englische Pokalsieger hat dank der schier unbegrenzten Geldreserven seiner Besitzer aus Abu Dhabi eine Ansammlung von Stars in der Mannschaft vereint, darunter der Ex-Wolfsburger Edin Dzeko und der argentinische Top-Stürmer Sergio Agüero. Für den Neu-Bayern Jerome Boateng kommt es zu einem raschen Wiedersehen mit seinem alten Team. Titelverteidiger FC Barcelona bekam zwar Italiens Meister AC Mailand zugelost, sollte aber gegen BATE Borissow aus Weißrussland und Tschechiens Titelträger Viktoria Pilsen keine ernsthaften Probleme beim Weiterkommen haben. Auch den anderen Mitfavoriten Manchester United, Real Madrid und der 2010-Sieger Inter Mailand dürfte die Auslosung keine schlaflosen Nächte bereiten.
 |