Milan baut auf «Ibra» - Klassiker in Amsterdam
Frankfurt/Main (dpa) - 22.11.2010, 15:23 Uhr
Milans Zlatan Ibrahimovic (l) traf gegen Florenz per Fallrückzieher.
Während Real Madrid, Bayern München und der FC Chelsea ohne Druck aufspielen können, beginnt für die anderen Teams die ganz heiße Phase im Kampf um die Achtelfinal-Tickets in der Fußball-Champions-League. 14 Teams wollen es den drei Topclubs am fünften Spieltag nachmachen und den Sprung in die K.o.-Runde schaffen. Der AC Mailand setzt voll auf Stürmer-Star Zlatan Ibrahimovic, beim FC Arsenal feilt Coach Arsène Wenger an der Einstellung seiner Mannschaft. Nach seinem Fallrückzieher-Siegtor in der italienischen Liga gegen den AC Florenz ruhen Milans Hoffnungen bei AJ Auxerre erneut auf «Ibra», der seit Wochen die ganz wichtigen Treffer für die Schwarz-Roten erzielt. «Zlatan ist ein außerordentlicher Spieler. Er arbeitet viel für die Mannschaft und die Mannschaft arbeitet viel für ihn», sagte Coach Massimiliano Allegri, der auf «Joker» Filippo Inzaghi verzichten muss. In Auxerre steht Milan unter Druck: Mit einem Sieg können die Italiener das Tor zum Achtelfinale weit aufstoßen, bei einer Niederlage wird das Weiterkommen zur Zitterpartie mit Konkurrent Ajax Amsterdam.
Die Niederländer, viermaliger Sieger der Champions League, empfangen den neunfachen Titelträger Real Madrid. Für Ajax geht es dabei bereits ums Ganze. «Wir können uns keine Niederlage leisten, wenn wir unseren Namen in Europa behalten wollen», sagte Mittelfeldspieler Demy de Zeeuw. Obwohl für die nächste Runde qualifiziert, wollen die «Königlichen» mit ihrem gesamten Starensemble um Cristiano Ronaldo antreten. Einzig die leicht angeschlagenen Sami Khedira und Gonzalo Higuain werden für das «el Clásico» am 29. November gegen den FC Barcelona geschont. «Die Dinge laufen momentan prächtig», sagte Reals Star-Coach José Mourinho, unter dessen Leitung Madrid noch kein Spiel verloren hat. Mourinhos Ex-Club FC Chelsea kommt nach zwei Pleiten in der Premier League der noch punktlose slowakische Meister MSK Zilina als Aufbaugegner gerade recht. Vor dem erwarteten Pflichtsieg gegen das bislang schwächste Team der Champions League sorgten Rücktrittsgerüchte um «Blues»-Coach Carlo Ancelotti für Wirbel. Der Italiener beklagte einen Machtverlust beim englischen Meister, der gegen seinen Willen den Co-Trainer auswechselte. Schon mit einem Remis kann Chelsea den Sieg in der Gruppe F perfekt machen. Daneben kämpfen Spartak Moskau und Olympique Marseille um das zweite Achtelfinal-Ticket. |