Der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München wird in der Winterpause trotz der angespannten Personallage nicht im großen Stil einkaufen.
«Man kann sicher sein, dass der FC Bayern im Winter keine riesigen Investitionen vornimmt», sagte Präsident Uli Hoeneß in einem Interview mit dem «Münchner Merkur». Gleichzeitig erteilte er dem Vorschlag von Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke eine Absage. Der BVB- Chef will mehr TV-Gelder für Traditionsclubs wie die Borussia oder den Hamburger SV.
«Ich finde, das ist kein Vorschlag mit Substanz. Was ist ein Traditionsverein? Wenn man über so etwas nachdenkt, müsste man einen Verteilungsschlüssel einführen nach dem Prinzip Pay-Per-View, dann wird nur für Spiele gezahlt, die die Leute tatsächlich anschauen», sagte Hoeneß, «da kann man aber davon ausgehen, dass der FC Bayern 70 Prozent der Gelder bekommt und Dortmund vielleicht so um die zehn Prozent.»
Trotz der Verletzungsserie wollen die Bayern in der Bundesliga-Pause personell nicht unbedingt nachbessern. «Wenn ein rechter oder linker Verteidiger auf dem Markt ist, der Bayern wirklich weiterhilft, wird der Vorstand sicher darüber nachdenken», erklärte Hoeneß, «unser Kader ist besser als im Vorjahr».