Präsident Erwin Staudt vom VfB Stuttgart hat eingeräumt, dass die Personalpolitik des abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten vor dieser Saison nicht glücklich gewesen ist.
«Ein paar Fehleinkäufe waren sicherlich dabei», sagte der 62-Jährige dem Magazin «Focus». «Dies versuchen wir nun zu verbessern». Die Mannschaft habe aber das Potenzial, sich aus dem Tabellenkeller herauszuspielen, erklärte er unmittelbar vor dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli.
Der VfB-Aufsichtsratsvorsitzende Dieter Hundt wies dabei den Vorwurf zurück, der Führungsebene der Schwaben fehle die sportliche Kompetenz. «Auch wenn ein Europameister oder Weltmeister wie bei anderen Vereinen an der Spitze des Vorstands oder des Aufsichtsrats steht, ist das keine Garantie für Erfolg.»
Der 72-jährige Arbeitgeberpräsident deutete an, dass der VfB bei einem Anhalten der sportlichen Misere die Personalkosten reduzieren müsse. «Der Anteil der Spielergehälter liegt bei 50 Prozent. Das ist unsere Schmerzgrenze», sagte er. «Wir haben zwei Stellschrauben: Entweder wir steigern den sportlichen Erfolg und damit unsere Einnahmen. Wenn dieser ausbleibt, müssen die Kosten runter.»