Katerstimmung statt Euphorie: FCK in der Krise
Kaiserslautern (dpa) - 18.10.2010, 11:57 Uhr
Die FCK-Profis Tobias Sippel (l) und Martin Amedick schauen dem Ball hinterher.
Die Euphorie des Sommers ist längst verflogen, nun droht eine Herbst-Depression: Nach der deprimierenden 0:3-Heimschlappe gegen Eintracht Frankfurt steckt der furios in die Saison gestartete Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern in einer veritablen Krise und mitten im Abstiegskampf. Der 2:0-Coup gegen Branchenprimus Bayern München vor sieben Wochen ist nach sechs sieglosen Spielen nur noch eine blasse Erinnerung, die damalige Hochstimmung längst Frust und Zweifeln gewichen. «Wir wussten, dass es eine knüppelharte Saison wird. Das ist jetzt eine ganz schwierige Situation. Der müssen wir uns stellen», sagte FCK-Coach Marco Kurz. Mit hängenden Köpfen schlichen die «Roten Teufel» in die Kabine, nur wenige Spieler fanden klare Worte. «Wir wussten, dass wir in der Bundesliga nicht so überlegen spielen werden wie in der 2. Liga und dass mal eine Phase kommt, in der es nicht läuft. Da stecken wir jetzt ganz tief drin. Es gibt nichts schönzureden», sagte Torhüter Tobias Sippel.
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Zwar können die Pfälzer mit der Konkurrenz zumeist mithalten, doch in den entscheidenden Phasen mangelt es an der nötigen Cleverness. «Wir sind noch im Lernprozess, uns fehlt die Erfahrung», meinte Sippel. Stürmer Srdjan Lakic benannte einen weiteren Grund für die anhaltende Erfolglosigkeit: «Wir sind leider nicht so stark, dass wir genügend Chancen kreieren. Die wenigen müssen wir daher besser nutzen.» Ausgerechnet der Torjäger versagte gegen die Eintracht beim Stande von 0:0 vom Punkt. «Mein verschossener Elfmeter war entscheidend für die Niederlage. Da muss ich ein Tor machen», räumte der Stürmer selbstkritisch ein. Zweimal Theofanis Gekas (45./67.) und Alexander Meier (83.) stürzten die Hausherren mit ihren Treffern danach ins Tal der Tränen. |