Meister Bayern München meldete sich nach den Pleiten gegen Dortmund und Mainz mit drei Gomez-Treffern beim 3:0 gegen Hannover 96 zurück. Der Rückstand auf das Spitzenduo ist mit zehn Zählern aber weiterhin sehr groß. Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge reagierte dennoch mit den üblichen Mustern: «Wir müssen zusehen, dass wir uns bis Weihnachten Punkt für Punkt nach oben hangeln.» Die Gegner sollen sich spätestens beim Genuss der Weihnachtsgans Gedanken machen: «Jedes Gramm, das sie zu viel essen, könnte in der Rückrunde problematisch werden.» Der Status quo des Rekord-Titelträgers ist außergewöhnlich: Mittelmaß wie auch Werder Bremen trotz des 2:1 gegen Freiburg. Da geht es Leverkusen und Aufsteiger FC St. Pauli klar besser. Die Bayer-Werkself triumphierte dank zweier Treffer von Simon Rolfes 3:2 in Wolfsburg, den Kiez-Kickern gelang mit dem gleichen Resultat gegen den 1. FC Nürnberg der erste Heimsieg seit dem 23. April. Auf dem Heiligengeistfeld am Millerntor fand sich in Gerald Asamoah einer der prägenden Protagonisten des Spieltags. Andere taten sich in München (Mario Gomez), Köln (Dortmunds Nuri Sahin mit seinem Last-Minute-Siegtreffer) und Wolfsburg hervor, wo Leverkusens Langzeit-Ausfall Rolfes nach dem 0:2-Rückstand als «Joker» maßgeblich dafür sorgte, dass Bayer binnen 19 Minuten die Partie noch drehte. Rolfes («Ich war eben gut drauf») und Asamoah freuten sich wie kleine Kinder über ihre großen Auftritte. «Ich habe quasi seit Jahren nicht mehr von Anfang an gespielt. Bei Schalke war ich lange verletzt oder habe auf der Bank gesessen. Deswegen war das heute ein schönes Gefühl», schilderte Asamoah seine Glücksmomente. Erstmals seit seinem Wechsel von Gelsenkirchen nach Hamburg stand der 32-Jährige in der St. Pauli-Startformation und bedankte sich auf exzellente Weise: Zum 1:0 staubte er selbst ab, das 2:1 durch Marius Ebbers bereitete er vor und machte dem späteren Siegtorschützen Florian Bruns Platz.
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