Der Traditionsclub 1. FC Nürnberg ist auch in seinem ersten Jahr nach der Rückkehr in die Fußball-Bundesliga tief in den roten Zahlen geblieben.
Nach dem Minus von 5,8 Millionen Euro im Aufstiegsjahr 2008/09 sei ein Fehlbetrag von 5,3 Millionen Euro aus dem Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr hinzugekommen, sagte Geschäftsführer Ralf Woy bei der Bilanz-Pressekonferenz in Nürnberg. «Ich bin mit dem wirtschaftlichen Ergebnis nicht zufrieden», sagte Woy, der künftig zusammen mit Sportdirektor Martin Bader den Vorstand des fränkischen Traditionsvereins bilden wird.
Die Bankverbindlichkeiten beliefen sich laut Woy am Stichtag 30. Juni 2010 auf 2,6 Millionen Euro. Der Fehlbetrag sei aber im aktuellen Geschäftsjahr bereits etwas verringert worden. So habe der Verkauf von Abwehrspieler Dennis Diekmeier an den Hamburger SV gut 2,5 Millionen Euro Transfererlöse in die «Club»-Kassen gespült. Ebenfalls erst im laufenden Geschäftsjahr kann auch der Weggang des griechischen Großverdieners Angelos Charisteas zu Buche schlagen.
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Mit dem Abtritt von Präsident Franz Schäfer wollte der neunmalige deutsche Meister auf der Mitgliederversammlung am Abend eine neue Ära in seiner 110-jährigen Geschichte einläuten. Der «Club» wird künftig von einem hauptamtlichen Vorstand mit Sportdirektor Bader und Geschäftsführer Woy geführt. Als Kontrollgremium soll ein ehrenamtlicher, aus neun Mitgliedern bestehender Aufsichtsrat bestellt werden. «Wir müssen endlich aus dem alten Club etwas Modernes machen», hatte Schäfer die Reform der Vereinsführung begründet.
Mit den zwei geschäftsführenden Vorständen Bader (Sport) und Woy (Finanzen) steht die Doppelspitze bereits fest. Der Aufsichtsrat wird von bisher sechs auf neun Personen erweitert.