Als Garant für Tore galt einst auch Roy Makaay, der mit dem FC Bayern zweimal Meister und zweimal Pokalsieger war. Ob Makaay, Frank Verlaat, Youri Mulder, Erik Meijer oder Jan Wouters, dazu Trainer wie Rinus Michels, Huub Stevens, Dick Advocaat oder van Marwijk: Holländer gab es schon immer in der Bundesliga. Heinz Versteeg vom Meidericher SV war 1963 einer der allerersten ausländischen Profis. Doch noch nie tummelten sich so viele Weltklassespieler aus dem «Oranje»-Team im deutschen Oberhaus. «Ich habe unheimlich gerne in der Bundesliga gearbeitet», sagte van Marwijk und kündigte kürzlich an: «Vielleicht komme ich nochmal zurück.» Als erster niederländischer Trainer hatte in diesem Jahr van Gaal die Meisterschale erobert. Angesichts der Erfolge des «Tulpen- Generals» («Ich bin ein Trainer, der immer angreifen will. Immer»), seines Leaders van Bommel und des derzeit verletzten Flügelflitzers Robben spricht man in deren Heimat schon mal von «Batavia München». Batavia ist der alte lateinische Name für die Niederlande. Beim HSV tummeln sich mittlerweile vier holländische Profis. Abwehrspieler Mathijsen hatte schon bei seinem Amtsantritt vor drei Jahren gescherzt: «Wartet ab, in ein paar Jahren stehen hier elf Holländer auf dem Platz.» 11 niederländische Profis spielen in der Saison 2010/2011 in der Bundesliga Hamburger SV: Joris Mathijsen, Romeo Castelen, Eljero Elia, Ruud van Nistelrooy, FC Bayern München: Mark van Bommel, Edson Braafheid, Arjen Robben Borussia Mönchengladbach: Roel Brouwers, Marcel Meeuwis FC Schalke 04: Klaas-Jan Huntelaar VfB Stuttgart: Khalid Boulahrouz
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